Brief an US-Regierung: Diese Artists fordern klare Copyright-Regeln für Wahlkampf-Songs

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Über 50 Musiker*innen, darunter Mick Jagger, Linkin Park und Lorde, haben einen offenen Brief  an die US-Regierung unterschrieben. Dieser verlangt, dass Politiker die Artists um Erlaubnis bieten müssen, bevor sie deren Songs für Kampagnen oder Wahlkampf-Veranstaltungen verwenden dürfen.

Organisiert und geschrieben wurde der Brief von der Artist Rights Alliance. In diesem werden Demokrat*innen und Republikaner*innen aufgefordert, „klare Richtlinien festzulegen, nach denen Kampagnen die Zustimmung von Künstlern, Songwritern und Copyright-Inhabern einholen müssen, bevor sie ihre Musik öffentlich in einer politischen oder Kampagnenumgebung verwenden.“

Damit spricht man sich gegen politische Veranstaltungen aus, in denen Songs ohne Autorisierung gespielt werden: „Wir haben so viele Künstler gesehen, die gegen ihren Willen in die Politik hineingezogen wurden und gezwungen waren, aggressive Maßnahmen zu ergreifen, um die Verwendung ihrer Musik zu verbieten – normalerweise Lieder, die während politischer Kundgebungen ausgestrahlt werden.“

Natürlich richtet sich dies auch an US-Präsident Donald Trump. Dieser verwendete zuletzt unter anderem ungefragt Linkin Parks „In the End“, „YMCA“ von The Village People sowie beispielsweise auch „I Won’t Back Down“ von Tom Petty für seine Wahlkampfveranstaltungen. Auch Panic! at the Disco, Neil Young und die Rolling Stones haben rechtliche Schritte gegen die nicht erlaubte Nutzung ihrer Songs eingeleitet.

Speziell Neil Young hatte sich zuletzt mächtig sauer gezeigt:

Ob sich umgehend um eine neue Copyright-Regelung gekümmert wird, ist aber aktuell noch nicht klar.

 


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