Cardi B vs. Carole Baskin („Tiger King“ ): Darum geht es bei ihrem Streit

von

Am 6. August 2020 veröffentlichten die Rapperinnen Cardi B und Megan Thee Stallion ihre neue Single „WAP“ und ein dazugehöriges Musikvideo auf YouTube. Kurz darauf teilte die US-Musikplattform „Billboard“ einen Brief von Carole Baskin, die Kritik an dem Video äußerte. Ja, richtig gehört: Die Gründerin der Großkatzen-Rettungstation „Big Cat Rescue“ und unfreiwilliger Star der berühmt-berüchtigten „Tiger King“-Dokumentation, die am 20. März 2020 auf Netflix veröffentlicht wurde und zur Kultserie avancierte, ist mit ihrer Missbilligung an die Öffentlichkeit gegangen.

Cardi B – WAP feat. Megan Thee Stallion [Official Music Video] auf YouTube ansehen

So erklärte Baskin, dass sie die Verwendung von Wildkatzen in dem Videoclip nicht gut heißen könne und sich um das Wohlergehen der Tiere sorge. Zusätzlich denke sie, der Clip könnte die Idee, Großkatzen als Haustiere zu halten, „glorifizieren“. „Meine Vermutung ist, dass die meisten Leute, die mit Photoshop bearbeiteten Katzen in den Szenen gar nicht sehen, weil der Rest so reißerisch ist“, so Baskin in der öffentlichen Erklärung, „ich war froh zu sehen, dass alle Katzen anscheinend mit Photoshop eingefügt wurden. Es sah nicht so aus, als seien die Katzen wirklich im selben Raum wie die Sängerinnen gewesen.“

Dennoch sei es schier unmöglich, die in dem Video zu sehenden Szenen auf „organische Weise“ zu produzieren. „Für solch eine Aufnahme muss die Wildkatze vor einem Green-Screen posen und sowas passiert in der Wildnis nun mal nicht.“ Weil ein angemessen gehaltenes Raubtier sich niemals auf solch einen Shoot einlassen würde, hege Baskin weiterhin die Vermutung, dass man sich für den Videodreh an „einen jener Großkatzen-Pimps“ gewendet habe, „die ihr Geld damit verdienen, Tiere zu schlagen, sie mit Elektroschocks zu attackieren und hungern zu lassen, damit sie im Studio stramm stehen.“

Nun hat Cardi B zu den Vorwürfen Stellung bezogen. In einem Interview mit dem Lifestyle-Portal „i-D“ bezeichnete die 27-jährige Rapperin Baskins Bemerkungen als „lächerlich“ und sagte: „Ich will gar nicht weiter auf Carole Baskins Vorwürfe eingehen.“ Sie fügte hinzu: „Das ist einfach lächerlich, weißt du? Oh, Gott. Du hast deinen verdammten Mann umgebracht!“ In der Netflix-Serie „Tiger King“ behauptet Baskins Rivale Joe Exotic, die Wildpark-Besitzerin habe ihren Mann, Jack „Don“ Lewis, ermordet, der im Jahr 1997 verschwand und nie wieder auftauchte. Baskin bestreitet seither, an Lewis‘ Verschwinden beteiligt gewesen zu sein.


Ein „Zu spät“ fürs Jahr 2021: Was Katja Krasavice und Die Ärzte gemeinsam haben
Weiterlesen