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COVID-19: „Initiative Musik“ startet Spendenkampagne für betroffene Musiker*innen

Die Coronavirus-Pandemie hält die Welt in Atem – vor allem Kleinunternehmer*innen, Selbstständige und Kulturschaffende leiden unter der Ungewissheit und den Jobkürzungen, die das Virus und der wirtschaftliche Stillstand mit sich bringen. Nun hat „Initiative Musik“ ein Hilfsprojekt ins Leben gerufen, bei dem Spenden an freischaffende Musiker*innen aus dem Bereich HipHop, Jazz, Metal, Rock, Pop und Electro gehen sollen, um sie in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen und fehlende Konzerteinahmen zu erstatten.

Laut „Initiative Musik“-Geschäftsführerin Ina Keßler soll die Spendenaktion „möglichst unbürokratisch“ verlaufen und das Antragsprogramm Ende April starten. Vorerst geht es in dem Hilfsprogramm darum, die fehlenden Einnahmen aus Konzerten in der Zeit vom 13. März bis Ende Mai 2020 den Künstler*innen in finanzieller Notlage zukommen zu lassen. Dafür müssen die betroffenen Musiker*innen mindestens fünf ausgefallene Shows innerhalb dieses Zeitraums nachweisen. Die Höhe des Zuschusses soll auf 1.000 Euro pro Musiker*in belaufen, heißt es von Seiten des Unternehmens. Onlineanträge können ab Ende April über die Website von „Initiative Musik“ gestellt werden, die Überweisung folgt dann voraussichtlich ab Anfang Mai.

Um zu entscheiden, wer für einen Zuschuss geeignet ist, hat „Initiative Musik“ eine dreiköpfige Jury gebildet: Diese setzt sich aus Mark Chung, dem ehemaligen Manager der Einstürzenden Neubauten, der Musikmanagerin Stefanie Marcus und dem Labelmanager Oliver von Felbert zusammen. Zu den Hintergründen des Hilfsprojektes sagt „Initiative Musik“-Geschäftsführerin Ina Keßler: „Da Spenden in unseren bisherigen Programmen nicht vorgesehen sind und zahlreiche Musikerinnen und Musiker unter den fehlenden Konzerteinnahmen leiden, haben wir entschieden, kurzfristig ein neues spendenfinanziertes Förderprogramm auf die Beine zu stellen.“

Auf die Frage, warum es noch ein weiteres Hilfsprojekt für Musiker*innen in der Coronakrise bedarf, antwortet Keßler: „Der Bund und die Bundesländer haben mit den unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen, wie z.B. den Hilfspaketen für Soloselbstständige aus der Kreativwirtschaft, ganz wichtige Maßnahmen gestartet, die zahlreichen Musikschaffenden helfen. Allerdings gibt es auch einige Lücken und regionale Unterschiede. Genau da setzen wir an, um möglichst unbürokratisch zu helfen.“



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