Fans werfen Adele kulturelle Aneignung vor – wegen Karnevalsfoto im Bikini

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Anlässlich des Londoner Notting Hill Carnevals, der dieses Jahr coronabedingt nur virtuell stattfindet, postete Adele einen aktuellen Schnappschuss auf ihren Instagram-Account. Auf diesem trägt sie einen Bikini mit Jamaika-Print und hat ihre Haare zu Bantuknoten gedreht. Dieser Look kam bei ihren Fans gar nicht gut an: Die Sängerin beleidige mit ihrem Outfit die karibische Kultur und plädiere für kulturelle Aneignung.

Seht Euch hier Adeles Bikini-Bild an:


zum Beitrag auf Instagram


„Happy what would be Notting Hill Carnival my beloved London“, schreibt Adele unter dem Beitrag und stellt ihren gewaltigen Gewichtsverlust zur Schau. Rund 50 Kilo soll die Sängerin in den vergangenen Jahren abgenommen haben – und das zeigt sie stolz. Doch nicht alle Instagram-Nutzer*innen reagieren positiv auf das Bild: Sie werfen Adele kulturelle Aneignung vor. Für ihre Haarknoten, die für Jamaika typisch sind, würde eine Schwarze Frau diskriminiert werden.

Der Notting Hill Carneval findet jährlich am letzten Augustwochenende im Londoner Stadtteil Notting Hill statt und feiert Briten mit afrikanischen und karibischen Wurzeln.

Mitte August kündigte Adele per Instagram an, dass die Veröffentlichung ihrer neuen Platte auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben wird. Ihr Manager Jonathan Dickins bestätigte bereits im Juni, dass nichts aus einer Herbst-Veröffentlichung werden würde: „Es kommt nicht im September, es wird fertig sein, wenn es fertig ist. […] Ich kann noch keinen Termin festlegen. Wir haben Musik, aber wir arbeiten immer noch.“

Adeles bisher letztes Album 25 ist bereits fünf Jahre alt. Nach dem Release 2015 kündigte die Britin eine längere Auszeit an. Die Veröffentlichung von neuem Material war eigentlich schon für Weihnachten 2019 angedacht, diverse Studiomusiker*innen sollten gebucht und Stücke geschrieben worden sein. Anschließend wurde der Albumstart auf September 2020 verschoben.

Zuletzt äußerte sich Adele zum Tod von George Floyd und der dadurch ausgelösten Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA: „Der Mord an George Floyd hat weltweit Schockwellen ausgelöst, es gibt unzählige andere, die dies nicht tun.“ Weiterhin erklärte sie: „Hier geht es um systematischen Rassismus, hier geht es um Polizeigewalt und es geht um Ungleichheit.“ Um gegen den täglich stattfindenden Rassismus etwas zu tun, bat sie ihre Follower*innen darum, „weiter zuzuhören, weiter zu fragen und weiter zu lernen“. Denn es ginge eben nicht nur um einen Einzelfall und nicht nur um Amerika, sondern um ein globales Problem. Und genau deshalb müsse man auch verärgert und fokussiert dagegen vorgehen. In ihrem Post schließt sie mit den Worten: „Ich stehe voll und ganz in Solidarität mit dem Kampf für Freiheit, Befreiung und Gerechtigkeit.“

Die gebürtige Londonerin wurde für ihre bisherigen Alben mit insgesamt 15 Grammy Awards ausgezeichnet.


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