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Filme 2020: Das werden die Kino- und Streaming-Highlights des Jahres

Kino ist tot? Lange lebe das Kino! Erst bei den Golden Globes behauptete Ricky Gervais, dass sich kaum noch jemand für Filme interessieren und deshalb auch nicht mehr ins Kino gehen würde. Aber ist es tatsächlich so schlimm um die Branche bestellt? Hier kommen die Film-Perlen, die es auch noch im neuen Jahr wert sind, dass man sich in der Kinokasse für sie anstellt. Oder eben mal die neue Serie beiseite lässt und sich den neuen Film beim Streamingdienst seines Vertrauens in Ruhe und im Stück reinzieht.

Das sind die Film-Highlights 2020

Little Women

Starttermin: 30. Januar

Winona Ryder wurde 1995 für ihre Jo March mit einer Oscar-Nominierung gehuldigt. 2020 kommt nun Saoirse Ronan in der gleichen Rolle ins Kino. Nach „Lady Bird“ (2017) ist dies die zweite Zusammenarbeit von Regisseurin Greta Gerwig und Ronan. Wieder geht es um das Recht auf Selbstbestimmung von Frauen, nur spielt sich alles in „Little Women“ im erzkonservativen Amerika der 1860er ab. Aus Jos Sicht erfahren wir mehr über das Heranwachsen und Denken der Geschwister Meg (Emma Watson), Amy (Florence Pugh) und Beth (Eliza Scanlen). Ein Kostümfilm mit gut sitzenden Dialogen.

Birds of Prey

Starttermin: 6. Februar

In „Suicide Squad“ steckte sie in allen möglichen Schwierigkeiten, schon allein in einem ziemlich halbgaren Anti-Superheldenfilm. Aber nach einigen Anfangsschwierigkeiten ist Harley Quinn (Margot Robbie) jetzt endlich mit ihrer eigenen Schlägertruppe am Start. Die wenig homogene Runde wird durch Huntress (Mary Elizabeth Winstead), Black Canary (Jurnee Smollett-Bell) und Cop Rennee Montoya (Rosie Perez) erweitert und sie kümmern sich in diesem Actioner zusammen um Gangsterboss Black Mask (Ewan McGregor), der anscheinend Bock auf noch mehr Blutvergießen hat als die All-Female-Group zusammen.

La Gomera

Starttermin: 13. Februar

Wie ein fieseres „Ocean’s Eleven“: Der korrupte Polizist Cristi (Vlad Ivanov) weiß ganz genau, dass er rund um die Uhr abgehört wird. An die 30 Millionen Dollar Schwarzgeld, von denen er gehört hat, will er trotzdem irgendwie gelangen. Also lässt er sich auf Gilda (Catrinel Marlon) ein, die zum einen seine Geliebte spielt und ihn zum anderen in die Welt der geheimen Pfeifsprache der Inselbewohner*innen auf La Gomera einweiht.

Mulan

Starttermin: 26. März

Disney liebt es, seine Animationsklassiker als Realverfilmungen neu aufzulegen. Mit „Mulan“ will man sich sogar weit aus dem Fenster lehnen und von der Vorlage mehr denn je abweichen. Mulan wird dafür von Liu Yifei verkörpert. Sie tritt für ihren erkrankten Vater den Militärdienst an und erhofft sich so nicht nur ihn zu schützen, sondern auch der Frauenrolle zu entkommen, die im China des 5. Jahrhundert nach Christi verbreitet war.

James Bond 007 – Keine Zeit zu sterben

Starttermin: 2. April

Eigentlich hat Bond (immer noch von Daniel Craig verkörpert) längst keinen Bock mehr auf das ganze Hinterherschnüffeln, Prügeln und Menschen in Not retten. Aber selbst als er vermeintlich in Rente ist, lässt ihn die CIA nicht in Ruhe und bittet um seine Mithilfe in einem Fall. Was natürlich schon jeder weiß: Dieses Mal darf sich Rami Malek als 007-Endgegner aufspielen und Christoph Waltz obendrauf auch noch ein bisschen Screen Time abgreifen.

Dark Waters

Starttermin: 16. April

Mark Ruffalo wird mal völlig ohne Hulk-Look stinksauer – und zwar in dem Drama von Todd Haynes. Er mimt den Anwalt Robert Bilott, der durch zwei Landwirte auf die Missstände in der Gegend aufmerksam gemacht wird. Eine große Firma entsorgt ihre giftigen Abfälle fälschlicherweise auf einer Mülldeponie, wodurch Felder und Vieh im Umland schwer leiden. Als Bilott davon Wind bekommt, beginnt er einen Kampf, der über eine Dekade andauern wird. Leider handelt es sich um eine wahre Geschichte.

Zombi Child

Starttermin: 7. Mai

Viel Zombie-Horror in Kombination mit viel Drama und Liebe: Der neue Film von Bertrand Bonello präsentiert uns ein Internat in Frankreich, an dem sich Fanny (Louise Labeque) immer mehr für ihre Mitschülerin Mélissa (Wislanda Louimat) interessiert. Diese kennt sich besser als gedacht mit Untoten aus und zieht Fanny sowie weitere ihrer Freundinnen mehr und mehr in ihre Geschichten hinein. Der „Saint Laurent“-Regisseur will hier Genre- und Zeitgrenzen überschreiten und wir sollten ihm unbedingt dabei zuschauen.

Tenet

Starttermin: 16. Juli

Ja, hierbei handelt es sich um den neuen Christopher Nolan. Ja, es wird mal wieder mit dem Verständnis von Zeit und visionären Szenerien gespielt. In seinem elften Werk soll John David Washington einen 3. Weltkrieg vereiteln. Alles, was er dafür tun muss, ist nur ein klein wenig die Zeit zu manipulieren. Beim Cast wird mit Robert Pattinson, Elizabeth Debicki und Michael Caine gewohnt dick aufgetragen. Neu ist, dass die Musik bei dem Agententhriller vom Schweden Ludwig Göransson kommt statt von Hans Zimmer.

Top Gun: Maverick

Starttermin: 16. Juli

Die Remakes hören auch 2020 nicht auf! Aber auf Tom Cruise in seiner Paraderolle als Superflieger Maverick kann man dennoch neugierig sein. Denn der Ex-Navy, der mittlerweile Fluglehrer ist, muss mit der Zeit gehen und sich selbst mit Drohnen und anderen Tech-Späßen auseinandersetzen. Miles Teller sorgt als Bradley ‚Rooster‘ Bradshaw außerdem für die nötige Verjüngungskur in der Story.

Last Night In Soho

Starttermin: 24. September

Der Traum einer Designstudentin (Anya Taylor-Joy) wird wahr: Urplötzlich hat sie Zugang zu dem London in den 1960er-Jahren und damit ihrer liebsten Zeit mit ihrem großen Vorbild. Bei Edgar Wrights („Baby Driver“) neuem Streifen geht es aber nicht um ein süßes Märchenwunder. Vielmehr soll sich hier gegruselt werden, je mehr die Traumwelt der Protagonistin nach und nach auseinanderfällt. Wir machen uns auf visuelle Spielereien gefasst!

Dune

Starttermin: 23. Dezember

1984 versuchte sich David Lynch an einer Version von Frank Herberts Sci-Fi-Klassiker, nun probiert sich Denis Villeneuve erneut daran. Dieses Mal hat charming Timothée Chalamet die Rolle des jungen Paul Atreides inne, der sich traut, den Kampf um wertvolle Ressourcen für das Weiterbestehen der Menschheit aufzunehmen. Mit „Arrival“ und „Blade Runner 2049“ konnte der kanadische Regisseur neue Akzente für das Kino setzen – nicht weniger wird sich von dieser Dystopie erhofft.

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