Kanye West ist bereit, den Beef mit Drake zu beenden

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Kanye West hat öffentlich erklärt, dass er bereit sei, die Rapper-Fehde mit Drake zu beenden: „Drake und ich haben uns gegenseitig angegriffen und es ist Zeit, die Sache zu beenden.“ Der Beef geht nun schon mehrere Jahre und sorgte für zahlreiche Aufreger, Ansagen und sogar handfeste Skandale.

Die neue Entwicklung kommt nur wenige Tage, nachdem West in der letzten Folge des Podcasts „Drink Champs“ auftrat. Dort sagte er noch aus, dass er Drake „auf jeden Fall“ in einer Folge „Verzuz“ battlen würde. Weiter kritisierte er, dass Drakes Art, einen Rapper-Beef auszutragen, alles andere als subtil sei. „Drake macht nicht einfach einen Disstrack, in dem es um einen Kopfschuss geht. Er zieht sowas wie einen Krieg auf“, sagte West in der Show. „Er sagt Dinge wie: Ich wohne fünf Blocks von dir entfernt. Ich werde kommen und jedes einzelne Mädchen in deiner Familie, jedes einzelne Mädchen in der Nähe anschreiben.“

Kanye West lädt Drake zu gemeinsamer Charity-Show ein

Über Nacht dann der Sinneswandel. Gemeinsam mit Manager und Promoter J. Prince veröffentliche West ein Video auf Twitter, in welchem er Drake eine Lösung anbot. So wolle er Drake bewegen, mit ihm gemeinsam an einer Live-Show mitzuwirken. Diese solle „die beiden größten Alben des Jahres“ (gemeint sind Wests DONDA sowie Drakes CERTIFIED LOVER BOY) feiern. Die geplante Show solle zudem ein Tribute für Larry Hoover werden, der eine lebenslange Haftstrafe verbüßt.

„Sowohl ich als auch Drake haben uns gegenseitig angegriffen, und es ist an der Zeit, damit Schluss zu machen“, sagte West in einem Video, in dem er aus einem Statement auf seinem Handy vorlas. „Ich bitte Drake, am 7. Dezember als besonderer Gast zu mir auf die Bühne zu kommen, um die beiden größten Alben des Jahres live in Los Angeles vorzustellen, mit dem Ziel, Larry Hoover zu befreien.“ Ich glaube, dass diese Veranstaltung nicht nur die Aufmerksamkeit auf unsere Sache lenken wird, sondern den Menschen – überall – beweisen wird, wie viel mehr wir erreichen können, wenn wir unseren Stolz beiseitelegen und zusammenkommen.“

In einer Reihe von Tweets erklärte J. Prince, dass er West in der Rothko-Kapelle in Houston, Texas, getroffen habe. Dabei konnte er dem Rapper die Augen für eine neue Perspektive auf den Streit öffnen. „Ich habe mich also mit (West) getroffen, um die Botschaft meines Bruders Larry Hoover weiterzugeben, der sagte, dass er gerne Frieden zwischen den beiden sehen würde. Ye nahm das gut auf und bedankte sich, weil er nie jemanden hatte, der sich mit ihm zusammensetzte und ihm die Dinge so erklärte, wie ich es tat.“

Rap-Beef zwischen Drake und West flammte immer wieder neu auf

Nach einer kurzen Pause in den letzten Jahren wurde der Streit zwischen West und Drake im August neu entfacht, als dieser in einer Zusammenarbeit mit Trippie Redd auf West losging. Auf dem Track „Betrayal“ rappte er: “All these fools I’m beefin’ that I barely know / Forty-five, forty-four, let it go / Ye ain’t changin’ shit for me, it’s set in stone.” Zu deutsch etwa: „All‘ diese Idioten, die ich kaum kenne / Fünfundvierzig, Vierundvierzig, lass es sein / Ye hat nichts bei mir geändert, es ist in Stein gemeißelt.“

West schien darauf zu reagieren, indem er Drake in einer Gruppennachricht zwischen acht Personen, darunter auch Rapper-Kollege Pusha T, zur Rede stellte. In einem Beitrag auf seinem Instagram-Account teilte West einen Screenshot einer Nachricht, die er an eine nicht näher bezeichnete Gruppe geschickt hatte und die ein Bild des Jokers (dargestellt von Joaquin Phoenix) sowie die Bildunterschrift zeigt: „Ich lebe für das hier. Ich wurde mein ganzes Leben lang von Nerds wie dir verarscht. Du wirst dich nie wieder erholen. Das verspreche ich dir.“

DONDA vs. CERTIFIED LOVER BOY

Am 3. September 2021, dem Tag, an dem Drake sein Album CERTIFIED LOVER BOY veröffentlichte, überzog West die Stadt Toronto mit Plakatwänden. Auf diesen warb er um sein eigenes Album DONDA. Toronto ist zudem Drakes Heimatstadt. Zur Rache ließ Drake daraufhin einen unveröffentlichten Track von West namens „Life Of The Party“ veröffentlichen.

In einer weiteren Episode von „Drink Champs“ sprach West ausführlicher über sein Privatleben. Weiter sagte er aus, dass er es bedauere, Big Sean bei seinem Label unter Vertrag genommen zu haben. Außerdem verteidigte er seine Zusammenarbeit mit DaBaby und Marilyn Manson.

Die jüngste Ausgabe Wests „Sunday Service“-Gospelchor widmete er den Opfern der Massenpanik auf Travis Scotts Astroworld-Festival. Auch Marylin Manson war als Gast zugegen.


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