Kate Bush wird 64: Hier sind ihre 5 besten Songs

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Plötzlich ist sie wieder überall. Nach dem Erfolg von „Stranger Things“ stürmte Kate Bush noch einmal mit ihrer Synth-Pop-Nummer „Running Up That Hill“ die Charts. Sie brach Rekord, nach Rekord, nach Rekord. Kate Bush war schon immer eine Ausnahme-Erscheinung. Eine Waldfee, die sich nicht an die Erfolgsrezepte der Musik-Industrie halten wollte und trotzdem in die Geschichte einging.

Kate Bushs Karriere begann früh. Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour erkannte das Talent der Britin und begann mit der erst 16-Jährigen Demotapes aufzunehmen. Dann ging alles schnell. Zwei Jahre später unterschrieb sie bei der Plattenfirma EMI und 1977 erschien ihr Debütalbum THE KICK INSIDE, bei dem Gilmour als Produzent mithalf.

Kate Bush ließ sich über die Jahre nie auf ein Genre festnageln. Jeder Song und jedes Album sind ein Kunstwerk für sich selbst. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch immer das visuelle Geschichtenerzählen in Form von Ausdruckstanz. Hier ein viel zu kurzer, subjektiver Überblick anlässlich des 64. Geburtstags von Kate Bush.

Die 5 besten Kate-Bush-Songs

Wuthering Heights

Die Soprano-Stimme, das rote Kleid und Emily Brontë. „Wuthering Heights“ ist ikonisch. Das Lied war die erste Single von Kate Bush und zeigte sofort, wofür die erst 18-Jährige stand. Surreale Bilder und Literatur-Anspielungen.

Die Britin wurde inspiriert, als sie die TV-Adaption des Romans „Sturmhöhe“ (Anm: dt. Übersetzung von Wuthering Heights) von Emily Brontë im Fernsehen gesehen hatte. Im gleichnamigen Lied singt Bush aus der Sichtweise von Catherine Earnshaw, die ihren Liebhaber Healthcliff bittet, sie in sein Zimmer zu lassen.

Suspended in Gaffa

Wer auf dem 1982er-Album THE DREAMING eingängige Pop-Melodien suchte, war schwer enttäuscht. Kate Bush übernahm zum ersten Mal die Produktion und experimentierte mit Samples, Sounds und unterschiedlichen Stilen. Das machte THE DREAMING zu einem künstlerischen Erfolg und einem kommerziellen Misserfolg.

„Suspended in Gaffa“ ist vielleicht noch der zugänglichste Song des Albums. In einem Interview erklärte Kate Bush, dass das Lied autobiografisch sei. Es gehe darum, etwas unbedingt zu wollen, aber sehr hart dafür arbeiten zu müssen. Dazu ein typisch surreales Kate-Bush-Musikvideo mit jeder Menge Ausdruckstanz.

Army Dreamers

Kate Bush konnte sich immer schon in fremde Rollen hineinversetzen. In „Army Dreamers“ nimmt sie die Perspektive einer trauernden Mutter ein, dessen Sohn im Krieg verstorben ist. Sie kämpft mit ihrer eigenen Verantwortung und fragt sich, was denn aus ihm hätte werden können. „Should Have Been A Politician/ But He Never Had A Proper Education“. Ein Song, der leider immer relevant sein wird.

Running Up That Hill

1985 war der Druck auf den Schultern von Kate Bush groß. Ihr letztes Album THE DREAMING war aus kommerzieller Sicht enttäuschend, die Plattenfirmen verlangten einen Hit. Schließlich meldete sie sich mit dem Album HOUNDS OF LOVE zurück. Den versprochenen Hit lieferte sie ebenso mit „Running Up That Hill“.

In der Synth-Pop-Nummer singt Bush von Beziehungsproblemen. „Ich wollte sagen, dass sich eine Frau und ein Mann nicht verstehen können, weil sie eben eine Frau und ein Mann sind“, erklärte sie. Die einzige Möglichkeit, das zu ändern: Die Rollen zu tauschen. Genau das, sei eben der „Deal With God“.

Lake Tahoe

Gut Ding will Weile haben. Darum lässt sich Kate Bush offenbar gern viel Zeit zwischen Alben. 2011 veröffentlichte sie ihre Platte 50 WORDS FOR SNOW. Ein reifes Werk, das eine eigene, zärtliche Welt erschafft, die von Kate Bushs Jazz-Piano und einzigartiger Stimme untermalt wird. Ein perfektes Album für kalte Wintertage.

Dabei sticht der Song „Lake Tahoe“ heraus. Ein ruhiges, fast opernhaftes Lied, das von Freundschaft erzählt und wirklich keinen kaltlassen kann.


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