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Linkin Park: Die Band arbeitet wieder an neuer Musik

Linkin Park haben sich nach einer fast dreijährigen Schaffenspause zusammengefunden, um gemeinsam an neuer Musik zu arbeiten. Das teilte Bassist Dave „Phoenix“ Farrell nun während eines Interviews für die Online-Show „Dan Really Likes Wine“ mit.

Nach dem Suizid ihres Leadsängers Chester Bennington im Jahr 2017 hatten sich die übrigen Linkin-Park-Mitglieder zunächst eine Auszeit zur Trauerbewältigung genommen. Noch vor dem Ausbruch der aktuellen Coronavirus-Pandemie habe man sich Farrell zufolge jedoch erstmals wieder getroffen, um sich über neue Song-Ideen auszutauschen.

„Wir haben, schon bevor das hier alles losging, gemeinsam neue Songs geschrieben“, so der Musiker in besagtem Interview, „aktuell treffen wir uns aber eher über Zoom-Meetings, wo wir gemeinsam zu Mittag essen und einander einfach ‚Hi‘ sagen.“ Derweil vertrieben sich die einzelnen Mitglieder der Band ihre Zeit in Selbstisolation damit, in ihren eigenen vier Wänden alleine weiter an neuen Songideen zu arbeiten. Phoenix selbst habe außerdem mit dem Schlagzeugspielen angefangen, „einfach, um mal etwas Neues auszuprobieren.“

Ob das neue Material ebenfalls unter dem Namen Linkin Park, eventuell sogar mit einigen bereits existierenden Vocals von Bennington, erscheinen wird oder ob sich die verbliebenen Mitglieder einen anderen Bandnamen zulegen werden, hat Farrell bisher nicht offenbart. Co-Vocalist Mike Shinoda erklärte einst in einer Instagram-Live-Fragerunde, die Idee, mit einem „Hologramm-Chester“ auf Tour zu gehen, sei für ihn „das absolut Schlimmste“.

Ob man mit einem anderen Sänger zusammenarbeiten könne, sei jedoch eine andere Frage. So erklärte er 2019 in einem „Rock Antenne“-Interview: „Falls wir jemanden finden, der von seiner Persönlichkeit und seinem Musikstil gut zu uns passt, könnte ich mir durchaus vorstellen, mit ihm zusammenzuarbeiten. Allerdings nicht, um Chester zu ersetzen. Ich würde niemals das Gefühl haben wollen, dass wir Chester auf irgendeine Weise ersetzen.“

Shinoda selbst hatte 2018 sein erstes Soloalbum veröffentlicht. POST TRAUMATIC entstand in den Monaten nach Benningtons Tod und wurde von ihm selbst als „Album über das Heilen“ beschrieben. ME-Autorin Paula Irmschler bezeichnete die darauf zu findenden Songs in ihrer Rezension als „Pop-Rap mit voller Dröhnung Aua“ und vergab vier von sechs möglichen Sternen.



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