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Metallica sprechen über James Hetfields Reha-Aufenthalt

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Die Mitglieder der legendären Metal-Band Metallica haben sich in einem neuen Interview zu dem Reha-Aufenthalt von Sänger James Hetfield geäußert. Dieser entschloss sich im vergangenen Herbst dazu, sich therapieren zu lassen, um seine Suchtprobleme unter Kontrolle zu bekommen. Angesichts dessen mussten zahlreiche Konzerttermine und Festivalauftritte verschoben werden.

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Im Gespräch mit Metal Hammer teilten die Bandmitglieder ihre Gedanken zu Hetfields Entscheidung.

„Wir haben es wirklich nicht kommen sehen“, erklärte Bassist Robert Trujillo. „James schien es gut zu gehen, aber dann schaust du zurück und versuchst, die Situation im Laufe der Zeit zu analysieren und zu sehen, wo es Anzeichen dafür gab. Unterwegs zu sein kann eine große Herausforderung sein, vor all diesen Leuten zu spielen und ‚on‘ zu sein, während deine Familie nicht bei dir ist und all diese Dinge vor sich gehen. Das baut sich auf.“

Gitarrist Kirk Hammett fügte hinzu: „Wann immer einem Bandmitglied so etwas passiert, ist das zutiefst beunruhigend. Es ist ein Schock.“

„Ich bin ein Einzelkind, also sind diese Jungs schon länger in meinem Leben als alle anderen außer meinen Eltern“, sagte Schlagzeuger Lars Ulrich, „wenn man sieht, wie seine Brüder, Freunde und Partner jahrzehntelang Höhen und Tiefen durchmachen, weiß man, was dann passiert.“

Kurz vor Hetfields Reha fanden im vergangenen September die „S&M2“-Shows im brandneuen Chase Center in San Francisco statt, um das 20. Jubiläum des Metallica-Albums S&M zu feiern. Eine Box mit Livemitschnitten des über zweieinhalb Stunden langen Konzerts soll ab dem 28. August 2020 erhältlich sein.

Nun haben Metallica einen ersten Clip aus dem Box-Set veröffentlicht. Dieser zeigt die Band, wie sie gemeinsam mit dem San Francisco Symphony Orchestra den Song „For Whom the Bell Tolls“ performt.

Seht Euch hier die Live-Performance an:

Während eines Online-Videochats erzählte Lars Ulrich kürzlich, die Band vermisse die Live-Shows sehr. Sollten Konzerte für die nächsten sechs Monate weiterhin flach fallen, bestehe allerdings eine „sehr gute Chance“, dass die Band wieder ins Studio gehen und ein neues Album schreiben würde, fügte Ulrich hinzu.


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