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Nächster Mord in Houston: Obe Noir nach Attentat ums Leben gekommen

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Die HipHop-Welt muss einmal mehr den Tod eines jungen, aufstrebenden Künstlers hinnehmen. Die Leiche des 31-jährigen Houstoner Aktivisten und Künstlers Xavier Roberson, besser bekannt als Alias Obe Noir, wurde am Montag (8. März) nach einer Schießerei in der Innenstadt identifiziert, nur zwei Tage nachdem Rapper Chucky Trill auf einer Interstate in Atlanta kaltblütig ermordet wurde.

Zeugen, die in der Ferne Schüsse hörten, sahen Roberson die Straße hinunterlaufen, während ein Fahrzeug um den Block fuhr, als ob es ihn verfolgte. Zwei unbekannte Männer stiegen aus dem Fahrzeug aus und gaben mehrere Schüsse auf Noir ab, der dann auf der Straße zusammenbrach. Die Verdächtigen flohen anschließend vom Tatort. Roberson wurde noch am Ort des Geschehens für tot erklärt.

Sport-Karriere und Aktivismus

Vor seiner Rap-Karriere spielte Roberson College-Basketball für die Texas Christian University und die University of South Alabama. Eine Zeit lang lief er sogar in Deutschland als professioneller Spieler für die Hamburger Towers auf. Neben seiner sportlichen und kreativen Karriere war Noir aber auch bekannt für sein Unternehmertum und seinen Aktivismus für die Gemeinschaft, weshalb er von vielen Anhängern als der „Nipsey Hussle von Ost-Texas“ bezeichnet wurde. Er stammte aus derselben Region wie George Floyd und war von dessen Tod tief betroffen.

Bei seinen Wohltaten für die Gemeinschaft arbeitete Xavier Roberson häufig mit der Houston-Legende Trae Tha Truth und Cal Wayne zusammen. Auf Instagram zeigten diese sich über den Tod ihres Freundes zutiefst bestürzt.

 

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Rapper leben in Houston gefährlich

Der Tod von Noir ist das jüngste tragische Ereignis in einer Reihe von Schießereien in den US-Bundesstaaten Texas und Georgia. Im November 2020 wurde der Chicago-Rapper King Von vor einer Wasserpfeifen-Bar in Atlanta erschossen. Nur wenige Tage danach folgte ein Attentat auf einer Autobahn in Dallas, dem der 28-jährige Rapper Mo3 zum Opfer fiel. Sogar auf seiner Trauerfeier fielen Schüsse, die den Label-Boss und Rapper Boosie Badazz am Bein verletzten. Der New Yorker Rapper Benny The Butcher entfloh dem Tod ebenfalls nur sehr knapp, nach dem eine Kugel ihn bei einem Raubüberfall am Bein erwischte und erst vor wenigen Tagen berichteten die Nachrichten vom Mord an Chucky Trill. Auch hier war der Tatort wieder in Atlanta.

Die Polizei untersucht derzeit den Tod von Obe, hat aber bisher noch keine Verdächtigen verhaftet.


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