Vince Clarke

SONGS OF SILENCE

Mute/PIAS (VÖ: 17.11.)

Ambient: der Depeche-Mode-und Erasure-Gründer mit seinem ersten Soloalbum.

Eins muss man Vince Clarke lassen: Als Mitgründer von kommerziell sehr erfolgreichen Bands wie Depeche Mode, Yazoo und Erasure hat er nie die Lust an musikalischen Experimenten verloren. Das zeigt sich in Dutzenden Kooperationen, u.a. im Duo VCMG mit Ex-Kollege Martin Gore, das 2012 das astreine Minimal-Techno-Album SSSS herausgebracht hat. Jetzt veröffentlicht Clarke mit 63 Jahren sein Solo Debütalbum SONGS OF SILENCE, das im Titel nicht ganz die Wahrheit sagt.

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Weder sind Songs darauf zu hören, noch Stille. Die Tracks bewegen sich zumindest am Rand des Unhörbaren. Clarke, der nicht unbedingt als Personifizierung des Zeitgeistes gilt, nimmt ein zeitgeistiges Thema auf – das Revival von Ambient, das sich in den vergangenen Jahren still und leise im Untergrund vollzogen hat.

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Jeder der zehn Tracks, die mit einem Eurorack-Modularsynthesizer-System eingespielt wurden, basiert auf einer einzigen Note und hält die Tonart konstant durch. Dabei entstehen Soundlandschaften ähnlich klassischem Brian-Eno-Ambient und Tracks aus dunkelgrauen Drones. Das erinnert an die Berliner Schule und an elektro-akustische Werke zeitgenössischer Komponisten. Der wortlose Gesang der Opernsängerin Caroline Joy verleiht manchen der Tracks einen pastoralen Charakter. Und in „The Lamentations Of Jeremiah“, das auf „Blackleg Miner“, einem englischen Folksong aus dem 19. Jahrhundert basiert, zeigt Clarke, wie variationsreich das oft missverstandene Genre Ambient sein kann.

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