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Soundgarden lassen Klage gegen Chris Cornells Witwe fallen

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Die verbliebenen Soundgarden-Mitglieder haben ihre Klage gegen Chris Cornells Witwe Berichten zufolge fallen lassen. Kim Thayil, Matt Cameron und Ben Shepherd hatten Vicky Cornell zuvor vorgeworfen, die aus einem Benefiz-Konzert zu Ehren ihres verstorbenen Mannes gewonnenen Einnahmen für sich selbst und ihre Familie genutzt zu haben.

Soundgarden zufolge hätte man sich damals im Vorfeld „mündlich darauf geeinigt“, alle Einnahmen des „I Am the Highway: A Tribute to Chris Cornell“-Konzerts an die gemeinnützige „The Chris and Vicky Cornell Foundation“ zu spenden. Stattdessen sei der Verbleib der eingenommenen Spenden zum Zeitpunkt der eingereichten Klage „nicht identifizierbar“ gewesen, weshalb man von einer „betrügerischen Verleitung“ von Seiten Vicky Cornells ausgehe.

„Die Anschuldigungen beweisen, wie tief Chris Cornells Ex-Bandkollegen zu sinken bereit sind, um seine Hinterlassenschaft zu beschmutzen“

Cornells Anwalt Martin Singer wies sämtliche Anschuldigungen gegen seine Mandantin ab und erklärte: „Jeder Penny der durch das Konzert gewonnenen Einnahmen ist ordnungsgemäß und nachweislich weitergeleitet worden. Diese Behauptungen sind demnach nicht nur falsch und diffamierend, sondern beweisen außerdem, wie tief Chris Cornells Ex-Bandkollegen zu sinken bereit sind, um seine Hinterlassenschaft zu beschmutzen.“

Nun sollen die verbliebenen Soundgarden-Mitglieder jedoch von ihrer Klage abgelassen haben, nachdem Cornells Anwälte ihnen gedroht hätten, ihnen für ihre „schändlichen und leichtsinnigen Vorwürfe“ Sanktionen auferlegen zu lassen. „Als wir Soundgarden damit drohten, sie für ihre falschen und beschämenden Anschuldigungen sanktionieren zu lassen, gaben sie schließlich klein bei“, so Singer in einem offiziellen Statement, „sie haben sich damit einverstanden erklärt, ihre Klage fallen zu lassen.“

„Die Klage ist durchaus gerechtfertigt, aber wir haben uns freiwillig dazu entschieden, sie fallen zu lassen“

Die Band ließ die Öffentlichkeit über ihre Vertreter wiederum wissen, dass man nach wie vor der Meinung sei, die Anschuldigungen seien „durchaus gerechtfertigt“. Man habe sich jedoch „freiwillig dazu entschieden“, von ihnen abzulassen, „aus Gründen, die man Cornells Anwälten gegenüber hinreichend kommuniziert“ habe.

Ausgelöst wurde das gerichtliche Hin und Her im Jahr 2019, nachdem Vicky Cornell Dokumente eingereicht haben soll, in denen sie die Rechte an zahlreichen unveröffentlichten Soundgarden-Songs sowie die ihr und ihrer Familie angeblich zustehenden Tantiemen einforderte.

Chris Cornell starb im Alter von nur 52 Jahren am 18. Mai 2017 in Detroit, wo er kurz zuvor mit seiner Band ein Konzert gespielt hatte. Am 26. Mai wurde er beigesetzt. Als offizielle Todesursache wurde Suizid festgehalten. Seine Tochter Lily ehrte Cornell zuletzt pünktlich zu seinem dritten Todestag mit der Veröffentlichung ihres ersten Podcasts „Mind Wide Open“, der sich speziell mit dem Thema Mental Health auseinandersetzt.


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