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Es ist so weit: Spotify will 2018 an die Börse

Musik-Streamingdienste sind längst in unserem Alltag angekommen – der 2006 in Schweden gegründete Anbieter Spotify ist dabei unangefochten die Nummer eins beim Streamen von Musikinhalten, noch vor Apple Music, Tidal und Deezer. 60 Millionen zahlende Abonnenten nutzen den Service weltweit und 140 Millionen insgesamt, Tendenz steigend.

Lange wurde deswegen schon gemunkelt, Spotify bereite einen Börsengang vor. Nun verdichten sich die Hinweise darauf. Laut Branchenblatt Bloomberg, habe das Unternehmen die notwendigen Dokumente bei der US-Börsenaufsicht eingereicht. Demnach plane das Unternehmen laut interner Quellen noch im ersten Quartal 2018, also bis März, die Aktien in den Handel an der New Yorker Börse zu geben.

Dafür wählt Spotify einen eher ungewöhnlichen Weg. Es möchte seine Aktien direkt an der Börse listen lassen, sie wären also von Anfang an verfügbar für den freien Handel. Normalerweise findet vor dem Börsengang ein Preisbildungsverfahren statt. Der Vorteil: Spotify müsste im Vorfeld nicht erst neues Kapital sammeln. Außerdem wäre der schwedische Streamingdienst unabhängig von Bankinstituten, die sonst notwendig sind, um neue Anteilsscheine an der Börse zu platzieren.

Eine Bestätigung von Spotify selbst gibt es noch nicht. Sollte der Börsengang allerdings erfolgreich werden, könnte das „direct listing“-Verfahren auch für andere Unternehmen als Börsengang in Frage kommen. Spotify wäre das erste Milliarden-Unternehmen, das diese Form des Verkaufsstarts an der Börse wählt. Seit 2014 kursieren diverse Gerüchte über einen baldigen Börsengang, bis jetzt ohne Folgen.

Der Streamingdienst hat bis dato rund 2,2 Milliarden Euro Finanzierungsgelder erhalten. Nach einer letzten Unternehmensbewertung aus dem Jahr 2015, hat es einen Wert von rund sieben Milliarden Euro.

Klage könnte den Börsengang trüben

Erst am Mittwoch wurde Spotify allerdings vom Musikverleger Wixen auf eine Summe von 1,6 Milliarden Dollar verklagt. Der Anklageschrift zufolge, soll Spotify Songwriter und Musikverlag nicht an der Erfolgsvergütung beteiligt haben. Mehr als 11.000 Songs seien betroffen, darunter welche von Tom Petty und Weezer. Das könnte den Börsengang beeinflussen.



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