Highlight: Spiel mir ein Lied vom Tod: 10 Songs, die von Serienmördern inspiriert wurden 

The Killers’ Brandon Flowers: „Morrissey ist immer noch ein King“

Trotz (oder gerade wegen) Morrisseys umstrittener Aussagen der vergangenen Monate melden sich derzeit immer mehr Musiker zu Wort, die dem ehemaligen The-Smiths-Sänger ihre Unterstützung aussprechen.

Einer von ihnen ist The Killers’ Brandon Flowers. Als der Sänger in einem Interview mit „NME“ gefragt wurde, welche Musiker in seinen Augen ein „King“ seien, antwortete dieser: „Da wäre zum einen Liam [Gallagher]. Don Henley, Peter Gabriel… Morrissey ist ebenfalls ein King, Bono ist einer, genau so wie Springsteen.“

Demnach sei Morrisseys Karriere beispiellos, und seine Fähigkeiten, Lyrics und sein Gefühl für Melodien einfach unglaublich. Im Angesicht der aktuellen Diskussionen über den Musiker fühlte sich Flowers dann anscheinend aber doch dazu genötigt, ein wenig zurückzurudern. So ergänzte er: „Ich hatte ganz vergessen, dass Morrissey sich gerade in Teufels Küche befindet. Ich hätte ihn also wohl lieber nicht erwähnen sollen.“

Anzeige

Zuletzt zeigten The Killers vermehrt politisches Engagement, indem sie beispielsweise im November 2018 bei einer Kundgebung der demokratischen Senats-Kandidatin Jacky Rosen in Las Vegas auftraten, und sich im April des darauffolgenden Jahres mit „Land of the Free“ für Freiheit und Gleichberechtigung in den Vereinigten Staaten aussprachen.

Andere Musiker, die sich in den vergangenen Monaten auf die Seite Morrisseys schlugen, sind dessen ehemaliger Bandkollege Johnny Marr, sowie Nick Cave, der behauptete, die politischen Ansichten des Sängers seien für dessen musikalisches Vermächtnis „irrelevant“.

Erst kürzlich hatte sich Paul Banks in einem Tweet zu Interpols Entscheidung geäußert, ab September 2019 mit Morrissey auf Tour zu gehen. Dort erklärte er: „Ich teile nicht immer die gleiche Meinung wie die Künstler, mit denen ich zusammenarbeite, und das halte ich auch nicht für notwendig.“

Doch nicht alle Kollegen der Musiklegende scheinen dessen Gesinnung so tolerant gegenüber zu stehen wie Cave und Banks. So stellte beispielsweise Billy Bragg in einem Interview mit „The Big Issue“ klar: „Ich habe kein Mitgefühl und keinerlei Respekt für Morrissey, aber ich habe eine Menge Mitgefühl und Respekt für seine Fans.“

Morrissey war zuletzt unter anderem dafür kritisiert worden, bei öffentlichen Auftritten einen Anstecker der rechtspopulistischen Partei „For Britain“ getragen zu haben. Bereits kurz nach einem dieser kontroversen Auftritte bei Late-Night-Host Jimmy Fallon waren Werbeplakate für Morrisseys neues Album CALIFORNIA SON von S-Bahn-Stationen entfernt und sämtliche Alben des Ex-The-Smiths-Sängers aus dem Sortiment des ältesten Plattenladens der Welt „Spillers Records“ in Cardiff entfernt worden.

Bereits seit Jahren katapultiert sich der Sänger mit seinem provokanten Aussagen immer wieder ins gesellschaftliche Abseits. So machte er 2018 Schlagzeilen, als er behauptete, Halal-Fleisch könne nur von Vertretern der Terrororganisation ISIS in Auftrag gegeben werden.

Des Weiteren bezeichnete der Musiker das chinesische Volk als eine „Subspezies“, Hitler als einen Vertreter des Linken Flügels, und machte sich über Londons Bürgermeister Sadiq Khans Akzent lustig.

Anzeige

MagentaTV erleben: Jetzt MagentaZuhause mit TV zum Aktionspreis bestellen!*

  • 100 Sender Live-TV
  • Megathek mit Top-Serien & Filmen
  • Highspeed-Internet mit bis zu 100 MBit/s
  • 24,95 € mtl. i.d. ersten 6 Monaten*

Hier Angebot sichern

Nick Cave empfiehlt, Morrisseys politische Ansichten von seinem „musikalischen Erbe“ zu trennen
Weiterlesen