Jennifer Lawrence über Tarantino-Absage: „Nicht hübsch genug“
Jennifer Lawrence glaubt, negative Kommentare über ihr Aussehen kosteten sie die Sharon-Tate-Rolle in „Once Upon a Time in Hollywood“.
Als 2017 bekannt wurde, dass Kultregisseur Quentin Tarantino einen Film über die berüchtigten Manson-Morde drehen würde, kursierten schnell Gerüchte um die Besetzung der Rolle der Sharon Tate. Insbesondere zwei Namen machten die Runde: Jennifer Lawrence und Margot Robbie. Tarantino entschied sich schließlich für Robbie, die in „Once Upon A Time… In Hollywood“ (2019) an der Seite von Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margaret Qualley, Dakota Fanning und Austin Butler zu sehen war.
Jennifer Lawrence hingegen hat bis heute in keinem Film von Quentin Tarantino mitgespielt – obwohl sie mehrfach für Rollen im Gespräch war. Rückblickend äußert die Oscar-Preisträgerin nun die Vermutung, dass sie die Rolle der Sharon Tate aus einem besonders bitteren Grund nicht bekam: wegen ihres Aussehens.
Social Media als Karrierekiller?
Bei einer Veranstaltung des Kulturzentrums 92NY erinnerte sich Lawrence an den damaligen Casting-Prozess. Im Gespräch mit dem Interviewer Josh Horowitz sprach sie offen über ihre Erfahrungen und die Macht öffentlicher Meinungen im Internet. Die „Tribute-von-Panem“-Darstellerin glaubt, dass negative Reaktionen in sozialen Medien Tarantino letztlich davon abhielten, sie zu besetzen. „Und dann hieß es überall: ‚Sie ist nicht hübsch genug für Sharon Tate’“, sagte Lawrence. Die Aussage stammt aus dem Podcast „Happy Sad Confused“, in dem sie ihre Erinnerungen schilderte. „Und dann haben sie es doch nicht getan.“
Mit Joshua Horowitz spricht sie über ihre verpasste Rolle:
Ob diese Version der Wahrheit entspricht, lässt Lawrence selbst offen. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass es stimmt. Oder es ist so, dass ich die Geschichte schon so lange so erzähle, dass ich sie selbst glaube“, sagte sie selbstironisch. Dann fügte sie hinzu: „Oder er hat mich einfach nie für die Rolle in Betracht gezogen, und das Internet hat sich extra Mühe gegeben, mich als hässlich zu bezeichnen.“
Vielleicht beim Musical?
Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Wege von Tarantino und Lawrence beinahe gekreuzt hätten. Für „The Hateful Eight“ (2015) war Lawrence für die Rolle der Daisy Domergue im Gespräch, die letztlich Jennifer Jason Leigh spielte. „Ich habe abgelehnt. Das hätte ich nicht tun sollen“, räumte Lawrence rückblickend ein.
Eine Zusammenarbeit scheint dennoch nicht ausgeschlossen. Tarantino hat zuletzt angekündigt, seinen zehnten und letzten Film auf Eis gelegt zu haben und sich stattdessen verstärkt dem Theater zuzuwenden. Gegenüber „Deadline“ erklärte er im Januar 2026 auf dem Sundance Film Festival, er sei „geradezu begeistert vom Live-Theater“. Sollte Lawrence jemals eine Broadway-Karriere anstreben, könnte es dort doch noch zu einer späten Zusammenarbeit kommen.
Was Lawrence verpasste
„Once Upon A Time… In Hollywood“ basiert lose auf realen Ereignissen. Sharon Tate, bekannt aus Filmen wie „Das Tal der Puppen“, war im achten Monat schwanger von ihrem Ehemann Roman Polanski, als sie 1969 gemeinsam mit vier weiteren Personen von Mitgliedern der sogenannten Manson Family ermordet wurde. Die Tate/LaBianca-Morde gingen als eines der grausamsten Verbrechen in die US-amerikanische Kriminalgeschichte ein – und lieferten Tarantino die Grundlage für eine alternative, filmische Geschichtserzählung.
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