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Beatles-Fotografin Astrid Kirchherr ist im Alter von 81 Jahren gestorben

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Astrid Kichherr, die Hamburger Fotografin und ehemalige Verlobte von dem „fünften Beatle“ Stuart Sutcliffe, ist im Alter von 81 Jahren gestorben, wie der Beatles-Historiker Mark Lewisohn via „The Guardian“ am Freitag, den 15. Mai berichtete. Die Todesursache ist bisher noch nicht bekannt. Kirchherr war einer ersten Wegbegleiterinnen der Beatles, als sich die damals noch fünfköpfige Band einen Namen in Hamburg machte. Sie ist nicht nur für die ersten offiziellen Fotos der Gruppe bekannt, auch die legendären Pilzkopf-Frisuren der Beatles gehen auf ihr Konto.

Kirchherr wurde im Jahr 1938 in Hamburg geboren und gehörte zu den regelmäßigen Gästen des Reeperbahn-Clubs „Kaiserkeller“, in dem die Beatles im Jahr 1960 ihre ersten Auftritte außerhalb von Liverpool hatten. Während der Zeit, in der John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe und Pete Best Live-Erfahrung in Hamburg sammelten, gehörte Astrid Kirchherr zu ihrem engsten Freundeskreis. Mit Sutcliffe führte die Fotografin in dieser Zeit eine Beziehung und verlobte sich sogar mit ihm – bis der Musiker und Künstler im Jahr 1962 an einer Gehirnblutung starb.

Von Kirchherr stammen die ersten professionellen Fotos der Band. Sie schoss sie Anfang November 1960. Zudem ist die Hamburgerin für die Pilzkopf-Frisuren der Beatles verantwortlich: Laut Berichten der Band schnitt die Fotografin ihrem damaligen Freund Sutcliffe die Haare selbst zu dem ikonischen „mop-top“, der kurz darauf von den weiteren Bandmitgliedern übernommen wurde. Sie begleitete die Beatles im Jahr 1963 in den Urlaub und fotografierte sie während der Dreharbeiten von ihrem Film „A Hard Day’s Night“ ein Jahr später. Ihr letzter Kontakt zu den Fab Four kam im Jahr 1968 zustande, als sie George Harrison für sein Soloalbum „Wonderwall Music“ in Szene setzte.

Im Jahr 1967 heiratete Astrid Kirchherr den Schlagzeuger Gibson Kemp und arbeitete seitdem in verschiedenen Berufen, darunter auch als Bardame. Ende 2011 übergab sie ihr komplettes Fotoarchiv inklusive Verkaufsrechten an das Auktionshaus „Guernsey’s“ – ihre Werke wurden allerdings bereits vor Versteigerungsbeginn für eine unbekannte Summe verkauft. Die Fotografin lebte bis zu ihrem Tod in Hamburg und war zweimal verheiratet.



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