Bushido veröffentlicht Statement zu Vorwürfen auf Twitch

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Nachdem der Deutschrapper Cashmo ein Video publik gemacht hatte, welches Bushido mit einer mutmaßlich Minderjährigen zeigte, reagierte dieser bereits via Instagram auf die Vorwürfe, die Jugendliche verbal bedrängt zu haben. Nun ging der Deutschrapper in einem Twitch-Stream näher auf die Anschuldigungen ein.

Video sei veröffentlicht worden, um Bushidos Release zu schaden

Bushido erklärte bereits am Anfang des Streams, dass Cashmo Videomaterial „unterschlagen“ und durch seine beigefügten Erklärungen „die Situation aus dem Kontext gerissen“ habe. In dem neuen Statement erläuterte er, dass das Video mindestens 16 Jahre alt sei und es sich dabei um das Jahr 2004 oder 2005 handeln müsse. Cashmo hat laut dem 42-Jährigen nun durch gezielt gezeigte Szenen versucht, Bushidos Release zu boykottieren.

Diese Aufnahme existiert seit, ich würde mal tippen, mindestens seit 16 Jahren, würde ich mal sagen. Und in diesen 16 Jahren gab es keinen Zeitpunkt, an dem jemand gesagt hat: „Pass mal auf, was wir dort sehen, ist nicht cool. Wir wollen das thematisieren, wir wollen vielleicht jemanden darauf ansprechen, wir wollen vielleicht auch jemanden schützen, sodass das Mädchen, das dort in diesem Video auftaucht beziehungsweise auch noch weitere Mädchen, die vielleicht ähnliche Situationen erlebt haben.“ Nein! Dieses Video, dieser Ausschnitt, der bewusst gewählte, manipulierte Ausschnitt wurde jetzt am Wochenende gedroppt, um natürlich jetzt auch die anstehenden Releases meinerseits zu torpedieren.

Darüber hinaus behauptete Bushido in dem Statement, dass Cashmo die Angelegenheit für seine Follower- und Abonnentenzahl gemacht habe und es somit für eigene Zwecken missbrauche. Dabei interessiere sich Cashmo dem gebürtigen Bonner zufolge nicht für die MeToo-Bewegung.

Bushido bezieht sich auf Vorwürfe

Bushido erklärte ebenfalls, das komplette Video erhalten zu haben, das seinen Angaben nach 16 Minuten dauere – Cashmo habe davon circa drei bis vier Minuten gezeigt. Der 42-Jährige nahm Bezug auf die Vorwürfe und sagte, er könne sich erinnern, dass an dem Abend „nichts Körperliches gelaufen“ sei. Dabei beteuerte der Deutschrapper keinerlei Verantwortungen „zur Seite zu schieben“, jedoch die Behauptungen aufklären zu wollen, die „einige Dinge nicht besser“ machen würden. Die vollständigen Aufnahmen sollen zeigen, dass es sich in der Situation weder um eine Bedrängung der Frau handle, noch dass diese zu dem Zeitpunkt minderjährig gewesen sei. Anschließend spielte Bushido das besagte Video ab.

Während der Rapper das Video zeigte, gestand er, dass ersichtlich sei, dass sich das Mädchen unwohl fühle und es keine Situation sei, auf die man stolz sein könne. Zudem ist darin zu sehen, wie Gino Casino – laut Bushido – den Kameramann zu sich ruft, um ungefragt die Decke der Frau hochzuziehen und dadurch den nur in Unterwäsche gekleidete Hintern dieser zu filmen. Nachdem die Person offenbar nochmals versucht, die Decke hochzureißen, fordert die Frau auf, dies zu lassen, woraufhin ironisch gesagt wird, dass sie wohl „was Besonderes“ sei. Sie forderte mehrfach auf, das Filmen bleiben zu lassen – einer Bitte, der nicht nachgekommen wurde. Nach den gezeigten Aufnahmen kommt das Alter der Anwesenden zur Sprache und Bushido behauptete nochmals, dass diese volljährig gewesen sei.

Dass sie volljährig sein musste, um in den Backstagebereich zu kommen, um mitgenommen zu werden – das ist ein Fakt!

Nachdem anschließend die von Cashmo bereits gezeigten Sequenzen zu sehen sind, streitet Bushido nochmals ab, mit der Frau intime Handlungen geplant zu haben und diese auch nicht bedrängt zu haben.

Für Hilfs- und Beratungsangebote bei sexuellem Missbrauch kann man  – auch anonym – folgende Nummer kontaktieren: 0800-22 55 530.


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