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Dave Grohl schreibt Gastbeitrag in „The Atlantic“ über die Magie von Live-Musik

Dave Grohl kann während der Coronavirus-Isolation einfach nicht die Füße still halten. Der Frontmann der Foo Fighters hat jetzt für die amerikanische Zeitschrift „The Atlantic“ einen Gastbeitrag geschrieben, der sich mit der Relevanz und Magie von Live-Musik auseinandersetzt. Hier könnt Ihr den kompletten Artikel nachlesen.

Der Text mit dem Titel „The Day the Live Concert Returns“ ist eine Hommage an den Konzertbesuch und untersucht die gemeinsame Erfahrung zwischen Musiker*innen und ihrem Publikum. Dabei erzählt Grohl nicht nur von seinen eigenen Bühnenmomenten, sondern auch von seinen Konzert-Erlebnissen als Zuschauer. So schreibt er: „Es geht nichts über die Energie und Atmosphäre von Live-Musik. Es ist die lebensbejahendste Erfahrung, seinen Lieblingsinterpreten leibhaftig auf der Bühne zu sehen, statt als ein eindimensionales Bild, das auf Eurem Schoß leuchtet, während Ihr Euch durch ein mitternächtliches YouTube-Wurmloch schraubt.“ Er fügt hinzu: „In der heutigen Welt der Angst, des Unbehagens und der sozialen Distanzierung ist es schwer vorstellbar, dass Erfahrungen wie diese jemals wieder geteilt werden. Ich weiß nicht, wann es sicher sein wird, wieder Arm in Arm mitzusingen, wenn die Herzen rasen, die Körper sich bewegen, die Seelen vor Leben platzen. Aber ich weiß, dass wir es wieder tun werden, weil wir es tun müssen.“

Trotz der Sehnsucht nach Konzerten, die aus jedem Satz aus Grohls Artikel dringt, ist sich der Künstler auch der Verantwortung bewusst, die die Coronavirus-Pandemie aktuell von jedem Individuum verlangt. Er erklärt: „Versteht mich nicht falsch … Ich weiß, dass diejenigen von uns, die nicht in Krankenhäusern arbeiten oder Pakete ausliefern müssen, sich zu den Glücklichen zählen dürfen, aber trotzdem habe ich Hunger auf einen großen Teller von verschwitztem, ohrenzerfetzendem Live-Rock’n’Roll – so schnell wie möglich.“

Nicht nur reflektiert Dave Grohl in dem Text seine persönlich wichtigsten Konzerterfahrungen, er schreibt auch über Shows, die in die Musikgeschichte eingegangen sind. Zum Beispiel kommt er auf den legendären Gig von Queen bei Live Aid zu sprechen: „Stellt Euch vor, Ihr wärt 1985 im Wembley-Stadion gewesen, als Freddie Mercury die Bühne für das Live-Aid-Benefizkonzert betrat. Seit jeher wird er als einer der triumphalsten Live-Auftritte aller Zeiten betrachtet (mit nur 22 Minuten Einspielzeit). […] Aber es war nicht unbedingt der musikalische Zauber von Queen, der an diesem Tag Geschichte schrieb. Es war Freddies Verbindung zum Publikum, die das baufällige Fussballstadion in eine Klangkathedrale verwandelte. Am helllichten Tag machte er 72.000 Menschen majestätisch zu seinem Instrument und verband sie im harmonischen Einklang.“



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