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ME VS. LANGEWEILE

Die besten Quarantäne-Tipps (Teil 6): Fabian Soethof empfiehlt „Vacation“, „Ozark“ und Puzzlespiele

Jetzt bloß keine Panik schieben! Machen wir nämlich auch nicht. Zusammen allein sein kriegen wir doch hin, oder? Hier geht’s zu unseren Zuhause-Durchhalte-Tipps. Dieses Mal mit: ME-Redakteur Fabian Soethof.

Fabian ist Online-Redaktionsleiter beim Musikexpress, der Fluch des theoretisch von überall und fast immer möglichen Arbeitens ist dieser Tage ein Segen, zumindest teilweise: Home Office und Quarantäne wären für ihn keine große Umstellung/Arbeitserschwernis geworden – wenn da nicht zwei kleine Kinder wären, deren Kita zu hat und die bespaßt werden wollen und müssen. Auf seinem Blog sowie auf Instagram und Twitter berichtet er von Freud und Leid des Kinderhabens (in Zeiten von Corona und ohne). Folgt ihm dort mal, weil: siehe Punkt 3.

Etwas, das ich eh schon die ganze Zeit erledigen wollte:

Den Bücherstapel weglesen, Papierkram ordnen, in ETFs investieren. das Kinderzimmer ausmisten. Werde ich aber vor lauter Hinterherräumen, Bespaßen, Streit schlichten und Arbeiten zwischen all dem Wahnsinn auch jetzt nicht zu kommen.

Ein Film, der immer gute Laune macht:

„Vacation – Wir sind die Griswolds“, das 2015er-Sequel der Chevy-Chase-Klassiker mit Ed Helms und Christina Applegate, gerade jetzt: Danach hat man eh keinen Bock mehr in den Urlaub zu fahren. Kollege Volkmann (danke für den Tipp!) befand, die Roadmovie-Komödie habe den „Humor einer Apatow-Produktion (bloß ohne dessen notorische Überlänge) und die hysterische Albernheit von ‚Verrückt nach Mary‘ (bloß upgedatet mit weit krasseren Gags)“. Ich sage: Lauter habe ich über Trash seit Jahren nicht gelacht, lauter habe ich noch nie Seals „Kiss From A Rose“ mitgesungen!

Was man trotz Quarantäne nicht vernachlässigen sollte:

Erstens: Frische Luft. Die weiß ich ohnehin erst jetzt zu schätzen. Zweitens: Social Media. Soll ja Menschen geben, die nicht mit ihrer Familie unter einem Dach leben, sondern ganz allein. Und wenn doch gerade jetzt für irgendwas Zeit sein sollte, dann für digitalen Austausch, während da draußen Abstand der neue Anstand ist.

Das Buch, das ich die ganze Zeit zu Ende lesen wollte (und jetzt aber noch mal von vorn anfangen muss):

Paul Austers „4 3 2 1“, seit Jahren. Arno Franks „So, und jetzt kommst du“, seit Monaten. Theoretisch wäre die Zeit jetzt da. Praktisch nicht, siehe: Kinder und Netflix.

Mein Lieblings-Livealbum:

Alle Pearl-Jam-Bootlegs. Werde sie ja diesen Sommer wohl nicht sehen, obwohl ich ein Ticket für Berlin und eines für Budapest habe.



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