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Eine Umfrage beweist: Die meisten Festivalbesucher haben gar keine Lust auf Musik

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Der durchschnittliche Festivalbesucher will nicht etwa der Musik lauschen, sondern führt Anderes im Schilde: Er treibt sich lieber auf dem Gelände herum um Drogen zu nehmen und sich mit anderen Besuchern zu paaren. Das will eine Umfrage des Informationsdienstes MSN hervorgebracht haben.

2.000 Menschen hat MSN zu ihren Festivalgewohnheiten befragt. Dabei kam heraus, dass 25 Prozent der Befragten schon mal Sex mit Fremden hatten, 21 Prozent von ihnen bereits mit Drogen herum experimentierten und 13 Prozent sogar in einer Schlägerei verwickelt waren. Nur 45 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Musikbegeisterung sie auf die Großveranstaltungen verschlage.

Außerdem gaben 47 Prozent der Befragten zu, auf dem Gelände etwas getan zu haben, dass sie außerhalb nie tun würden. Gründe, um jedes Jahr wieder in den Festival-Wahnsinn einzutauchen, seien: „mit Freunden abhängen“, „Eskapismus“ und „die Atmosphäre“.

George McKay, Professor für Kultur-Studien an der Salford University erklärt das Ergebnis der Umfrage so: „Festivals sind tief in der Tradition von Volksfesten verwurzelt und stellen die Moralvorstellungen des täglichen Lebens auf den Kopf. Musikfestivals sind Orte, an denen wir der Realität entfliehen können, wo sich moralische Standards zersetzen und wir nicht mehr den alltäglichen Erwartungen standhalten müssen – egal, in welchem Alter wir sind“. So brachte die Studie noch ans Licht, dass 5 Prozent der 45-54-Jährigen auf den Veranstaltungen große Mengen Alkohol trinken und 9 Prozent von ihnen sogar Drogen nehmen. Auch 10 Prozent der „Middle-Ager“ finden noch Sexpartner auf dem Gelände. 

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