Eurovision Song Contest 2017: Wir kennen bereits den diesjährigen Gewinner

Am Samstag findet in der ukrainischen Hauptstadt das Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest, oder kurz ESC, statt. Bereits am Dienstag startete der paneuropäische Gesangswettbewerb mit dem ersten von zwei Semifinals im Eissportpalast von Kiew. Neben vielen einfallslosen Btze-Btze-Bumm-Bumm-Elekrotracks gab es aber auch wirklich annehmbare Musik und vor allem eine sensationelle Überraschung zu hören, die den ESC 2017 mit weitem Abstand gewinnen sollte.

Dieser Ausnahmebeitrag kommt aus…

Portugal! 

Kooperation

Der einzige nicht-englischsprachige Song der ersten 18 ESC-Songs. Der 27-jährige Salvador Sobral studiert Psychologie und hat einen Hang zu Jazzlegende Chet Baker. Das klingt im ersten Moment so überhaupt nicht nach dem spektakelgeilen Gesangsbattle, zu dem der ESC geworden ist. Und auch Sobrals Song „Amor pelois dois“ passt nicht ins übliche Schema, das die Zuschauer zu erwarten haben. Vielmehr liefert der Portugiese eine wunderschöne, atmosphärische Jazzballade ab, die problemlos ihr Plätzchen im „La La Land“-Soundtrack gefunden hätte. Salvador Sobral ist ein massives Argument dafür, dass beim ESC verdammt nochmal der Fokus endlich wieder auf der Musik liegen sollte. Der völlig in Schwarz gekleidete Musiker von der iberischen Halbinsel zog die Besucher in Kiew mehr in den Bann, als es jede 3D-Projektion je könnte.

Ebenfalls sehr gut:

Australien

Europäische Osterweiterung mal anders: Zum bereits dritten Mal treten die „Aussies“ bei ihrem heiß geliebten ESC an – und verdammt, endlich mal eine wirklich gute Stimme und eine extrem geschmackvolle Komposition! Unaufgeregter und dabei ganz großer Futurepop, der so auch aus der Feder Samphas hätte stammen können. Der gerade einmal 17-jährige Isaiah hat mit „Don’t Come Easy“ wirklich gute Siegchancen.

Der Rest, der sich fürs Finale qualifiziert hat:

Ebenfalls am Samstag um die berühmten „12 Points“ kämpfen werden:

Moldau: SunStroke Project – „Hey, Mamma!“

Aserbaidschan: Dihaj – „Skeletons“

Griechenland: Demy – „This Is Love“

Schweden: Robin Bengtsson – „I Can’t Go On“

Polen: Kasia Mos – „Flashlight“

Armenien: Artsvik – „Fly With Me“

Zypern: Hovig Demirjian – „Gravity“

Belgien: Blanche – „City Lights“

P.S. Unsere Meinung zu allen Finalisten und den Peter-Urban-Arbeitsnachweis gibt es nach Abschluss des zweiten Halbfinals!


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