Fler vor Gericht: „Ich geh‘ jetzt nach Hause, mir reicht‘s!“

von

Zu einem Zusammentreffen zwischen Fler und Bushido vor Gericht wird es wohl nicht kommen. Auch wenn die jeweiligen Gerichtsprozesse der Rapper an mehreren Punkten zusammenlaufen, entschied das Gericht, Bushido und dessen Frau Anna-Maria als Zeug*innen auszuladen. Andere wiederum hielten mit ihrer Meinung zu Fler vor Gericht nicht hinter dem Berg.

Kein Zusammentreffen von Fler und Bushido?

Bei Fler, der im Gegensatz zu seinem Ex-Kollegen und dessen Gerichtsprozess gegen Arafat Abou-Chaker auf der Anklagebank sitzt, haben sich in der Vergangenheit einige Vergehen angesammelt: Fahren ohne Führerschein, versuchte Nötigung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Beleidigungen. Letztere richteten sich auch gegen Bushido, den er unter anderem als „Bastard“ und „ekligen Hund“ bezeichnete. Bei Bushidos Frau, Anna-Maria Ferchichi (38), soll es um anzügliche und geschmacklose Fotos gehen, die Fler im Internet verbreitet haben soll. Ihm wird außerdem „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes“ vorgeworfen, da er einen brisanten Audiomitschnitt eines Gesprächs zwischen Arafat Abou-Chaker und Bushido auf seinen Social-Media-Kanälen verlinkte. Am 27. Januar hätte das Ehepaar Ferchichi eigentlich zu den Vorfällen befragt werden sollen. Dazu soll es aber nun nach einer Ankündigung des Gerichts nicht mehr kommen. Glück für Fler.

Dafür packen andere aus

Ein Anderer, der sich mit seiner Meinung zu Fler nicht zurück hält, ist Julian Zietlow (36). Im Falle des Influencers, der ein ehemaliger Geschäftspartner des Rappers war, geht es ebenfalls um schwere Beleidigungen („Hurensohn“, „durchtriebener Bastard“, „intriganter Wichser“), die 2018 im Rahmen eines Interviews fielen. Offenbar wollte er die Bühne vor Gericht nutzen, um eine kleine Vorgeschichte zu dem Fall zu liefern: „Er forderte am Telefon Rechenschaft, sagte: Durch mich bist du erfolgreich! Ich sagte: Ich bin dir überhaupt nichts schuldig. Darauf er: Ich komme vorbei und breche dir die Nase! (…) 2015 drückte er mir nach meiner Hochzeit eine rein.“ Nicht so gut für Fler.

Zu viel für den Rapper?

Während sich Fler am ersten Verhandlungstag noch ruhig verhielt, riss ihm am vergangenen Freitag dann doch der Geduldsfaden. Die Aussage eines 43-jährigen Polizeibeamten wollte er offenbar nicht so stehen lassen und so fiel er immer wieder ins Wort. „Die lügen alle krass“ stöhnte der Rapper beispielsweise, worauf die Staatsanwältin ihn immer wieder ermahnen musste. Zum Schluss kommentierte er das Geschehen mit „Ich geh‘ jetzt nach Hause, mir reicht‘s!“ Für Flers Anwälte handelt es sich bei den Anklagepunkten übrigens um Vergehen im Bagatellbereich.


Katja Krasavice versteigert ihr „Baby“ für einen guten Zweck
Weiterlesen

3 Monate MUSIKEXPRESS nach Hause

Grafik Abo 3 Ausgaben für 9,95 €