Fler will ein Ende des Bushido-Beefs und hofft auf „seelischen Frieden“

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So reflektiert und gelassen hat man Fler selten erlebt. In einem Video-Interview unterbreitete er seinem Erzfeind Bushido ein Friedensangebot und ließ durchblicken, dass er sich sogar Sorgen um seinen Kontrahenten mache. Bushido veröffentlichte wiederum ein Video, in dem er ankündigt, auf seinem neuen Album hart austeilen zu wollen.

Die Vorgeschichte

Über lange Zeit wurde die Fehde zwischen den beiden rein auf musikalischer Ebene ausgetragen. Erst als Fler in seinem Song „No Name“ auch gegen Bushidos Ehefrau, Ana-Maria Ferchichi, und dessen Kinder schoss, hagelte es Anzeigen und Gerichtsverfahren. Seitdem gab es vermutlich kein Fler-Interview, das sich thematisch nicht auch um seinen Krieg mit Bushido drehte. Zuletzt hatte Bushidos neuer Rap-Partner Animus in einem Video textlich gegen Fler ausgeteilt und den Rapper schwer beleidigt.

Keine Freundschaft, dafür ein Friedensangebot

Nachdem er seinem Erzfeind zunächst Grüße ausrichtete, erklärte Fler, dem bald ein längerer Gefängnisaufenthalt drohen könnte, in einem Interview mit Rooz, dass er kein Interesse mehr daran habe, diesen Streit weiterzuführen, selbst wenn Fans sich das wünschen würden. Wortwörtlich heißt es in dem 20-minütigen Statement: „Wir wollen eigentlich gar nicht mehr diese Musik machen. Der Zeitgeist ist ein anderer und wir sind älter geworden. Man hat einfach Bock auf neue Sachen und wir wollen Spaß haben.“

Gleichzeitig machte er deutlich, dass Bushido und dessen Künstler genug Angriffsfläche bieten würden, um musikalisch das „ekligste Ding der Welt“ zu produzieren. Auch auf den aktuellen Prozess gegen Bushidos ehemaligen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker geht der Rapper ein. Arafat habe seiner Meinung nach für Bushido alle Türen  aufgestoßen und ihm Schutz geboten, den er nun nicht mehr habe. Für Fler sei die aktuelle Verfassung seines ehemaligen Freundes sogar besorgniserregend. Er spricht dabei den Nervenzusammenbruch an, den dieser erst kürzlich vor Gericht hatte. Seine abschließenden Worte:

„Wir wollen seelischen Frieden. Wir werden nie wieder Freunde. Brauchen wir nicht (…) Ich verspreche dir, mach ein Statement und sag: ‚Ich will Frieden.‘ Bam! Die Sache ist durch (…) Mach deine Musik. Mach Welle. Wenn deine Fans dir deine Welle abkaufen, was soll ich mich darüber aufregen?“

Bushido kündigt währenddessen „Gewitterwolken“ an

Etwas weniger überraschend kommt dagegen ein neues „Ansage-Video“ von Bushido daher, in dem er ankündigt, auf seinem neuen Album SONNY BLACK 2 gegen ein paar Personen hart austeilen zu wollen. Viele Namen werden nicht genannt, jedoch ist stellenweise von Rache gegenüber Leuten, die sich über den Rapper lustig gemacht haben, die Rede. Unter anderem geht es dort um den YouTuber Mois. Die Einzigen, für die der Rapper positive Worte übrig hat, sind dessen Kollegen Animus und Baba Saad. Im Hause Ferchichi scheint also nach Bushidos emotionalen Ausbruch vor Gericht wieder alles auf Krawall gebürstet zu sein.

„Wenn dann die ersten Singles kommen, wird sich die eine oder andere schwarze Regenwolke über euch zusammen ziehen und am Ende wird es ganz heftig gewittern (…) Dann werdet ihr sehen was passiert, wenn ich mich wieder zusammen raufe.“


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