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Der Jazz-Trompeter Wallace Roney ist an einer Coronavirus-Infektion gestorben

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Letzte Woche trauerte die Jazzwelt bereits um den kameruneschen Afro-Jazz-Star Manu Dibango, der aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus starb. Jetzt, eine Woche später, folgte die nächste traurige Nachricht: Der 59-jährige Jazz-Trompeter Wallace Roney starb ebenfalls an den Folgen von COVID-19. Das berichtete unter anderem die New York Times gestern, am 31.03.2020. 

Wallace Roney kam 1960 in Philadelphia zur Welt und versuchte sich bereits im Alter von vier Jahren an der Trompete. Doch seine Eltern hielten es vorerst für besser, wenn ihr Sohn Klavierunterricht bekäme. Seine Leidenschaft war aber nicht zu unterdrücken: Mit neun Jahren bekam er endlich Trompetenunterricht. Damit war der Grundbaustein seiner musikalischen Karriere gelegt. Er studierte Musik am renommierten Berklee Collage in Boston und der Howard Universität in Washington D.C.. Es dauert nicht lange, bis sich der Musiker zu einer etablierten Größe des Jazz entwickelte. Anfang 20 spielte er bereits in verschiedensten Bands wie The Jazz Messengers – die Roney mehrmals verließ, aber immer wieder zurückkehrte. 1987 wurde er dann der Leader der Band.

In den Jahren danach arbeitete er mit verschiedenen Jazz-Musiker*innen zusammen, unter anderem auch mit seinem größten Idol Miles Davis. Bis heute gilt er als dessen einziger Lehrling. Das erste Mal getroffen hat er sein Idol 1983 in New York City, wo Davis dem jungen Trompeter eines seiner Instrumente geschenkt haben soll, als er erfuhr, dass Roney bis dato nur auf geliehen Trompeten übte. Seine Zusammenarbeit mit Davis sorgte aber auch dafür, dass viele ihm unterstellten, er würde sein Vorbild schlicht kopieren. Doch der Musiker entwickelte sich im Lauf seiner Karriere zu einem eigenständigen Jazz-Trompeter. Das wurde auch direkt zwei mal hintereinander bekräftigt: 1979 und 1980 zeichnete ihn das renommierte Jazzmagazin DownBeat als den besten, jungen Jazz-Musiker des Jahres aus.

Wallace Roney galt zudem als wichtige Figur innerhalb der Young-Lions-Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass junge Musiker*innen vielfältige, erfahrungsorientierte und sinnvolle Lernmöglichkeiten geboten bekommen, um die Entwicklung des Jazz zu fördern. Die Jazz-Welt hat eine elementare Figur verloren. Wallace Roney hat aber nicht nur den Jazz geprägt – seine Einflüsse reichen bis in den HipHop, Funk und Pop hinein.


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