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Kanye West hat über 12 Millionen US-Dollar für seinen gescheiterten Präsidentschaftswahlkampf ausgegeben

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Der abschließende Bericht der Federal Election Commission bestätigt, dass Kanye West etwa 12,5 Millionen US-Dollar seines eigenen Geldes in die gescheiterte Präsidentschaftskampagne investiert hat. Die gesamte Kampagne hatte einen Kostenpunkt von $14,538,989.74, wobei etwa $2 Millionen von externen Spender*innen stammen, die den Rapper und Unternehmer gerne an der Spitze der USA gesehen hätte.

Fragwürdige Kandidatur

Am nationalen Unabhängigkeitstag der USA (4.Juli), nur wenige Monate vor dem Wahltag, trat der 43-jährige West in das Rennen ein. Was viele zunächst für einen ausgeklügelten Werbegag des kontroversen Musikers hielten, sollte schon bald in die Geschichtsbücher der Musikindustrie und der Politik eingehen.

Zunächst startete die Kampagne mit dem Hashtag #2020Vision und dem Slogan „Ye for President“. Später kandidierte er unter dem Banner der „Birthday Party“. Seine Plattform war während des gesamten Prozedere eine bunte Mischung aus christlicher, pro-life-konservativer Politik, starker Verteidigung und Strafrechtsreform und lies sogar seine hart gesonnenen Fans mit offenem Mund zurück.

Emotionaler Zusammenbruch bei Wahlkampfveranstaltung

Insgesamt hielt er nur eine Wahlkampfveranstaltung ab, die im Juli in South Carolina stattfand. Anstatt bei dieser Gelegenheit aufrichtige Werbung für seine Kandidatur zu machen, brach er vor einer großen Menge an Interessierten in Tränen aus und sprach dabei erratisch und hoch emotional über soziale Themen und die privaten Momente seiner Familie. Mitunter ging es um die ursprünglich geplante Abtreibung seiner erstgeborenen Tochter North West.

Trotz Investments keine Erfolge

Der FEC-Bericht schlüsselt auf, dass Wests Kampagne alleine 7,5 Millionen Dollar für Gebühren ausgegeben hat, die mit den Bemühungen zusammenhingen, seinen Namen in verschiedenen Bundesstaaten auf den Wahlzettel zu bekommen. Trotz der großen Öffentlichkeitswirkung gelang es Wests Kampagne nicht an Bodenhaftung zu gewinnen. Ye qualifizierte sich kaum für die Wahl in einem Dutzend Staaten und erhielt national nur etwa 66.000 Stimmen. Auch sein positives Verhältnis zu Ex-Präsident Donald Trump und die damit resultierende Unterstützung der Republikaner konnten ihm dabei nicht mehr helfen.

Trennung aufgrund von Wahlkampf?

Sein Verhalten soll außerdem zu Reibereien zwischen ihm und seiner Frau Kim Kardashian geführt haben, die kürzlich nach über sechs Jahren Ehe die Scheidung eingereicht hat. Viele gehen dabei davon aus, dass die wirre Präsidentschaftskandidatur den 40-jährigen Reality-TV-Star dazu gebracht hat, sich endgültig von West abzuwenden. Trotz seiner kläglichen Niederlage und dem eventuell damit verbundenen Ehe-Aus plant West 2024 erneut für das größte Amt der Welt zu kandidieren.


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