Im Gespräch

Matt Berninger im Interview: „Liebe ist ein Verb“

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Die Konzerte seiner Band The National sind Messen; Matt Berninger der vom Rotwein angeknipste Anzug-Prophet. Jetzt veröffentlicht er sein Solodebüt SERPENTINE PRISON, das gemeinsam mit dem Produzenten Booker T. Jones entstand. Ein Gespräch über den Himmel auf Erden, frühkindlichen Klavierunterricht, das Problem mit den Beatles und die Liebe als inhaltliches Leitmotiv.

Was war die Idee hinter diesem Soloalbum?

Matt Berninger: Ich schrieb vor zwei Jahren zusammen mit meiner Frau Carin Songs für das Musical „Cyrano“, eine genau definierte und sehr herausfordernde Arbeit, die keinen Platz für irgendeine Form der Verschwendung ließ und bei der man auf eine ganz bestimmte Gruppe von Charakteren achten musste. Gleichzeitig arbeiteten wir an dem The-National-Album I AM EASY TO FIND, das ebenfalls ein Narrativ besaß – und bei dem ich viel für Frauen schrieb, den ganzen Gender-Kram endgültig abschütteln wollte. SERPENTINE PRISON entstand in diesem Zeitkorridor – und besteht nur aus mir und meinem Kopf. Ursprünglich fingen Booker T. und ich mit einer Coverversionen-Platte an. Als wir an all diesen Stücken arbeiteten, schickte ich ihm aber auch immer wieder eigene Songideen. Sie stammten aus verschiedenen Zeiten, ich arbeitete dafür mit verschiedenen Leuten zusammen. Er ermutigte mich, doch lieber an diesen Originalen zu arbeiten. So nahmen wir sechs oder sieben Coverversionen und etwa zwölf Originale auf.

Das Lustige: Einer der Tracks heißt „Silver Springs“. Da dachte ich zunächst, Sie hätten die alte Fleetwood-Mac-Nummer nachgespielt.

Ich mag es, die Songtitel anderer Bands zu stehlen. Auf der Deluxe-Version ist ein Song namens „Let It Be“, er ist aber kein Beatles-Cover, sondern ein Original von mir. Die Replacements haben ein ganzes Album so genannt, das ist doch großartig. Sie waren auch einmal Tom-Petty-Vorband und haben einfach nur seine Songs gespielt. Ziemlich Punk, oder?

Diese Art der Ideenfindung, dieses Sampeln in Gedanken, hat für Sie schon immer eine große Rolle gespielt, oder?

Es ist einfach ein guter Weg, um Inspiration zu finden. Den The-National-Song „Light Years“ habe ich etwa nach einem Buch von James Salter benannt – von dem ich nur die ersten 20 Seiten gelesen habe. Ich habe nie eine konkrete Vorstellung, wovon ein Song handeln wird – es sei denn, ich schreibe ihn für ein Bühnenstück oder einen Film. Dann muss man natürlich darauf aufpassen, dass das Stück im jeweiligen Zusammenhang funktioniert. Es sind zwei verschiedene Jobs. Aber selbst in solchen Fällen suche ich nicht nach inhaltlichen, sondern nach emotionalen Ankern. Ich weiß auch nie, wie ein Song enden wird. Es ist, als würde ich in einen tiefen Wald laufen. Vielleicht finde ich etwas. Vielleicht werde ich aber auch beim Versuch, da wieder heil rauszukommen, aufgefressen.

Wovon handeln die Songs auf SERPENTINE PRISON?

Nicht nur von mir. Auch nicht von meiner oder einer Ehe, wie manche schon vermuteten. (lacht)

Was mir auffiel: Sie greifen auf wenige Charaktere zurück, meistens bleiben die drinnen. Ein Kammerspiel?

Finden Sie? Interessanter Gedanke. Bin ich auf der Platte nicht unter Wasser und in anderen Galaxien? Aber Sie haben vielleicht recht. Auf dem Album fühlt sich jemand besiegt. In eine Ecke gedrängt, wie auf dem Albumcover. Es hat seine klaustrophobischen und seine agoraphobischen Momente. Aber dann blüht es auf, denke ich. Zumindest emotional.

In „One More Second“ und „Loved So Little“ singen Sie vom Schmerz, der mit der Liebe verbunden ist. Unter einer Blüte stelle ich mir etwas anderes vor.

„One More Second“ erzählt vom Ende einer Liebe. Davon, wie es ist, um eine letzte Chance zu betteln. Wir tun das alle unser ganzes Leben lang, oder? Es ist quasi eine Antwort auf Dolly Partons „I Will Always Love You“, diesen epischen, superemotionalen Lovesong. Es spiegelt die andere Seite der Konversation. Was würde der Mann sagen, den sie da ansingt? „Loved So Little“ habe ich mit meinem Freund Mike Brewer geschrieben, mit dem ich schon zu College- Zeiten in der Band Nancy spielte. Es ist ein flehender Song, der sich aus sexueller Frustration und Verzweiflung speist.

Wenn man sich Ihre über 30 Jahre Songwriting-Erfahrung anschaut: Hat sich die Art, auf die Sie über Liebe und Beziehungen schreiben, verändert?

Ich glaube schon. Ich halte viele meiner frühen Songs über Beziehungen für einfältig. Nicht, was die Lieder angeht – das Problem sind eher die Ideen, die ich darin transportiere. Unreif, wissen Sie? Ich denke gerade an einen Song wie „Available“. Mit Bitterkeit ist der gefüllt, mit Groll und mit Schmerz. Es ist kathartisch, all das rauszuschreien. Aber es sind Schmerzen, die ich weder mir noch den anderen zumuten hätte müssen. Ich denke, ich habe mich weiterentwickelt. Ich bin freundlicher in meinem Songwriting. Aber immer noch ehrlich. Es ist nicht immer einfach, freundlich und ehrlich zur gleichen Zeit zu sein.

Trotzdem singen Sie vor allem über das Scheitern der Liebe, oder?

Egal, ob es um die Liebe zu Ihrem Partner oder zu Ihren Kindern, zu Ihren Eltern oder Ihren Freunden geht. Egal, ob es um Ihren Nachbarn geht oder einen Wildfremden, den Sie am Flughafen passieren: Wir verspüren doch immer eine ähnliche Urangst. Was hält dieser Mensch von mir? Mag mich diese Person? Oder würde sie mich mögen? Das denkt man sogar, wenn einem jemand auf dem Bürgersteig begegnet. Momentan sind diese Gedanken noch drastischer als ohnehin.

Warum?

Wenn wir uns begegnen, können wir nicht mehr mit den herkömmlichen Gefühlsäußerungen arbeiten. Wenn ich einkaufen gehe oder in der Stadt unterwegs bin, achte ich sehr genau darauf, alle Regeln einzuhalten. Wenn man die Gesichter nicht mehr sieht, wird die Welt einsam. Ein Lächeln, ein „Hey, wie geht’s?“ – das fehlt. Und das ist tatsächlich das Schlimmste – nun, das Schlimmste ist natürlich die Tragödie mit vielen Toten, die zu großen Teilen zu vermeiden gewesen wäre – in diesen Corona-Zeiten: Alles, was einen normalerweise mit der Gesellschaft verbindet, ist plötzlich etwas, das man sich nicht mehr vorstellen kann. Ich denke, neben dem Virus haben wir es gerade mit einer globalen Pandemie der Einsamkeit zu tun. Aber jetzt bin ich abgeglitten. Was war noch einmal die Frage?

Ich wollte mit Ihnen über das Scheitern in der Liebe als zentrales Textmotiv in Ihren Songs sprechen.

Wenn ich eines in meinem Leben herausgefunden habe, dann Folgendes: Es gibt kein Scheitern in der Liebe. Es kann sein, dass die Dinge sich nicht so entwickeln, wie Sie es sich gewünscht oder wie Sie es erwartet haben. Das ist aber schon bei einer neuen Freundschaft so. Man stellt sich etwas vor. Und dann lernt man übereinander. Manchmal verändern sich Menschen, und vielleicht erkennt man sie dann nicht mehr. Der Punkt ist: Liebe ist die Fähigkeit, sich zu entwickeln, aber auch anderen Menschen zu erlauben, sich zu entwickeln und zu verändern. Zu wachsen und trotzdem noch für die anderen da zu sein. Liebe ist Zuhören. Liebe ist eher ein Verb als eine unbewegliche Sache. Es gibt Momente der Euphorie und Leidenschaft und auch solche der brechenden Herzen. Die Liebe hält all das zusammen.

Eine weitere Zeile, die mir sehr gut gefällt, ist „Big Star Doing‚ Don’t Worry Baby‘“. Ein Zitat über eine Band aus Memphis auf einer Platte, produziert vom größten Produzenten der Stadt. Absicht?

Wenn man sich mit den Sachen beschäftigt, die man mag, stellt man oft solche Verbindungen fest. Wundert sich, wie gut etwas zusammenpasst. Ich kann Ihnen ein Beispiel zu diesem Album geben: Die Lieblingsplatte meines Vaters war immer Willie Nelsons Coverversionen-Album STARDUST. Vor zwölf Jahren schrieb mir die Tochter von Booker T. Jones eine Mail. Ob ich nicht auf dessen Album singen würde? Ich sagte zu. Zehn Jahre später bin ich mit meinem Dad unterwegs, in einem Plattenladen entdecke ich ein Exemplar von STARDUST. Ich drehe die Hülle um, was steht hinten drauf: Produziert von Booker T. Jones, das war mir völlig neu. Jetzt habe ich mit ihm mein Soloalbum aufgenommen. Das sind Punkte, die sich verbinden lassen. All dem haftet natürlich nichts Mystisch-Magisch-Kosmisches an. Es ist aber auch kein Zufall.

Was ist es denn dann?

Es ist tatsächlich alles auf eine sehr rationale Art miteinander verbunden. Es gibt Gründe dafür, dass ich Big Star liebe. Es gibt Gründe dafür, dass ich Booker T. Jones liebe. Es gibt Gründe dafür, dass ich Roseanne Cash liebe: Sie stammen alle aus Memphis. Es gibt Gründe dafür, dass ich Guided By Voices liebe. Es gibt Gründe dafür, dass ich Brainiac liebe. Es gibt Gründe dafür, dass ich die Breeders liebe: Sie stammen alle aus Dayton, Ohio! Vielleicht ist da was im Wasser. Vielleicht sind Memphis und Dayton und auch Cincinnati, wo ich geboren wurde, aber ähnliche Städte. In Memphis wurde Martin Luther King ermordet. Und auch in Cincinnati leben die verschiedenen Bevölkerungsschichten sehr getrennt voneinander. Die Geschichte, die Probleme, die Schmerzen ähneln sich. Also ähneln sich auch die Erfahrungen der Menschen dort. Ich erkenne dann die Songschreiber, die aus solchen Städten kommen.

Wie hat die Tatsache, dass Sie kein Instrument spielen, die Arbeit an dieser Soloplatte beeinflusst? Im Grunde klingt das unangenehm: Sie müssen sich bei einem Produkt, das Ihren Namen trägt, in Sachen Musik komplett auf andere verlassen.

Das stimmt. Andererseits ist es für mich seit meiner allerersten Band Normalität. Mit den musikalischen Ideen kamen immer die anderen an. Ich habe dazu Worte und Melodien gemurmelt. Als alles digital wurde, schickten sie mir Files. Viele Files. Kleine Gitarren-Motive, ein paar Klavier-Ideen. Ich habe eine Dropbox mit 1000 Dateien. Die Hälfte davon von den The-National-Jungs, vielleicht 200 von Brent (Knopf, sein Partner beim Projekt EL VY – Anm. d. Red.), der Rest von den verschiedensten anderen Leuten. Ich öffne diese Files, springe darin herum, verbinde, schaue, was ich so hab’. Es hat immer so funktioniert. Deshalb war es keine Umgewöhnung, ein Soloalbum aufzunehmen. Es waren ja auch alle dabei. Leute aus meiner ersten Band Nancy, Leute von The National, von meiner Lieblingsband The Walkmen.

Wollten Sie niemals ein Instrument spielen? Gitarre ist jetzt ja nicht so schwierig.

Ich weiß, dass es nicht besonders schwierig ist, Gitarre zu spielen. Ich weiß auch, dass das Klavierspiel nicht so schwer ist. Aber ich habe da ein kleines Trauma vom Klavierunterricht, den ich als Kind nahm. Ich habe ein Problem mit dem Prozess des Lernens. Außerdem glaube ich, dass ich, gerade weil ich kein Instrument beherrsche, ein besserer Songschreiber bin.

Warum das?

Ich mache mir während des Schreibprozesses keine akademischen Gedanken über die Musik. Ich denke nicht an Akkorde. Mein Ansatz ist ein sehr emotionaler und persönlicher. Egal, ob es sich um ein Orchester-Arrangement mit 200 Instrumenten oder einen simplen Drumbeat handelt: Wenn ich anfange zu singen, ist beides für mich gleichberechtigt. Es geht um meine Reaktion darauf: Wenn ich es mag, werde ich damit arbeiten. Aaron und die anderen lachen da manchmal ein bisschen, aber das ist schon okay. Es ist wie mit T-Shirts. Man zieht die an, und dann passen sie oder auch nicht. Das muss man eben herausfinden. Und manchmal ist einem eher nach einem Anzug. Aber es ist schon auch so, dass ich mir Mühe gebe, wenn die anderen mit einer Idee ankommen, die für sie wichtig ist.

Was mir an The National immer gefiel: Diese alte Idee von Rockmusik – vier, fünf Kerle, Proberaum, Schweiß – schien Ihnen stets egal zu sein. Stattdessen haben Sie die Band stetigen Veränderungen unterworfen. War das Absicht?

Man kann diesen Prozess vielleicht mit einem alten Landhaus vergleichen. Die Türe ist nach einer Weile kaputt, das Fensterglas zerbrochen, irgendwann übernehmen die Tiere das Innere, Pflanzen ranken. Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, und es geht nicht mehr um die Leute, die das Haus einmal erbaut haben. Es gab Momente, die das beschleunigten. Als Bryce einstieg. Als meine Ehefrau Carin begann, mitzuschreiben. Aber vor allem, als Leute wie Sufjan (Stevens – die Red.) zu einem immer größeren Einfluss und auch einem Teil unseres Studioprozesses wurden. Am Anfang war die Band eine kleines Baseballteam. Mit der Zeit ist daraus eine Community geworden. Eine Baseball- Organisation.

Sie liegen damit im Trend der Zeit. Klassische Rockmusik scheint angezählt zu sein – auch, wenn man sich Kollegen wie The 1975 oder Bon Iver anschaut, fällt das auf.

Das ist keine neue Erkenntnis. Bob Dylan hat sich laufend verändert. Es gab verschiedene Versionen und musikalische Ideen der Grateful Dead. Ich mag nicht, wie eine Band wie die Beatles zu einem Fetisch gemacht wird, wie deren musikalische Aufstellung Ausgangspunkt von allem anderen zu sein scheint. Daran liegt es nämlich, dass die meisten Leute bei der Rockband an dieses ikonische Bild von vier Männern denken. Das soll also eine Band sein. Die Stones! Led Zeppelin! Das ist nach einer Zeit doch einfach ekelhaft. Ich bin mir ziemlich sicher, dass jedes Mitglied der Stones, von R.E.M., von Radio- head oder U2 auch keine Lust auf diesen kleingeistigen Fraternitätsgedanken hat. The National haben immer versucht, ihn abzustreifen, auch wenn er natürlich Teil unserer Geschichte ist. Wir sind die kleine Cincinnati-Gang, die sich ewig kennt. Und die im Übrigen enorm davon profitiert, dass all ihre Mitglieder auch in anderen Gangs partizipieren.

Daniel Ek, der CEO von Spotify, hat unlängst in einem Interview gesagt, Künstler könnten eben nicht einfach alle drei Jahre ein neues Album aufnehmen. Er müsste The National lieben.

Ja, wir veröffentlichten alle viel. Wir haben am Anfang Jahre gebraucht, um Platten aufzunehmen. Jedes Mal war es die Erschaffung eines neuen Frankenstein- Monsters, wenn Sie so wollen. Aber das hat sich verändert. Alles wurde einfacher. Heute schreiben wir nicht nur besser, sondern auch schneller als jemals zuvor und oft vieles gleichzeitig. Es ist schon bemerkenswert, wenn Sie sich anschauen, was die anderen machen. Die Devendorfs, die noch in ein paar Bands spielen, Bryce mit seinen Sachen. Und dann noch Aaron mit dem neuen Taylor-Swift-Album. Das Schöne ist aber: Keiner von uns verspürt dabei irgendeine Form von Druck. Keiner ist an der The-National-Leine. Und deshalb sind wir uns alle so sehr verbunden.

Wie hat sich Ihre Sicht auf Live-Auftritte verändert? Bis vor wenigen Jahren hatten Sie damit oft Ihre Probleme …

Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge. Ich fühle mich auf der Bühne besser als früher. Es ist halt so: Man darf nicht man selbst sein. Man muss jemand anders sein, der – na ja, eben unterhaltsamer ist als man selbst. Um diesen Zustand zu erreichen, brauche ich ein paar Stunden. Dann bin ich ein paar Stunden lang dieser Matt. Und dann brauche ich wieder ein paar Stunden, um das auszuknipsen. Ich war im Himmel, und muss wieder nach Hause. Das macht zusammengenommen sechs Stunden mentalen Ausnahmezustand. Um den zu erreichen, greife ich auf Weed und Wein zurück. Wenn man das Tag für Tag macht, ist es nicht das Gesündeste. Aber wenn diese zwei Stunden auf der Bühne funktionieren, wenn das Publikum das Wasser ist, in das ich eintauchen kann, dann ist das das beste Gefühl der Welt. Momentan, in Zeiten, in denen man nicht mehr live auftreten kann, fehlt es mir sehr – aber der Teil mit dem Verrücktwerden fehlt mir überhaupt nicht.

Über Matt Berninger

Es dauerte, bis Matt Berninger zu einem Rockstar wurde: Zwar spielte er schon 1991, 20 Jahre war er da alt, in der College-Band Nancy, in der mit Scott Devendorf bereits ein späteres The-National- Mitglied mitwirkte. Deren Karriere verlief jedoch im Sande, Berninger ging in die Werbung. 1999 gründete er schließlich mit Scott Devendorf, dessen Bruder Bryan und Aaron Dessner die Band The National, kurz nach dem selbstbetitelten Debüt komplettierte Bryce Dessner das Line-up. Sechs Jahre später sorgte das dritte Album ALLIGATOR für ein Aufmerken in der Indie-Szene – der Nachfolger BOXER markierte 2007 schließlich den endgültigen Durchbruch. Seitdem folgten vier weitere Alben, das letzte, I AM EASY TO FIND, erschien im Mai 2019 und ist von Gastsängerinnen wie Gail Ann Dorsey, Sharon Van Etten und Lisa Hannigan geprägt. Außerhalb von The National sind Berningers musikalische Aktivitäten überschaubar: Während seine Bandkollegen sich in zahlreichen Projekten mit anderen Musikern verlustieren, Festivals und Charity-Sampler kuratieren, veröffentlichte er lediglich einige Beiträge für Soundtracks und 2015 mit dem Projekt EL VY das Album RETURN TO THE MOON. SERPENTINE PRISON ist sein Solodebüt. Berninger ist mit der früheren „New Yorker“-Autorin Carin Besser verheiratet; das Paar hat eine gemeinsame Tochter.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst im Musikexpress 10/2020 +++

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