MF DOOM taucht in der Playlist zu Joe Bidens Amtseinführung auf – Fans kritisieren das

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Kürzlich veröffentlichte Joe Biden zusammen mit seiner kommenden Vize-Präsidentin Kamala Harris eine Playlist zur Feier seiner Amtseinführung. Neben Bruce Springsteen, Bob Marley und Led Zeppelin, sind dort auch einige Rapper*innen vertreten. Dazu gehört auch der kürzlich verstorbene Rapper MF DOOM. Viele Fans bezeichnen die Aufnahme der HipHop-Legende als heuchlerisch.

Viele waren schockiert von dem plötzlichen Tod des Rappers, dessen Ursache bis heute unklar ist. Unmittelbar nach der Nachricht hatten etliche Musiker*innen über Social Media-Kanäle ihr Beileid ausgedrückt. Einige machten sich sogar die Mühe, jüngere Generationen über die Bedeutung des Rappers für die HipHop-Kultur aufzuklären. Auf eine spezielle Ehrung des Künstlers reagierten einige Fans nun aber sensibel und zum Teil verärgert. Die Aufnahme von MF DOOM in Joe Bidens Musikauswahl betrachten viele als kritisch. Der Grund ist die Beziehung des Rappers zu den USA.

Im Jahr 2010 war dem Rapper, der ursprünglich aus Großbritannien stammt, nach einer Europa-Tour die Wiedereinreise in die USA, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte, verwehrt worden. Verantwortlich hierfür war die Regierung unter Ex-Präsident Barack Obama, dessen Vize-Präsident Joe Biden war. MF DOOM, der mit bürgerlichem Namen Daniel Dumile hieß, schien das damals nichts auszumachen. Den Medien gegenüber gab er damals folgendes Statement ab: „Ich bin fertig mit den Vereinigten Staaten. Das ist keine große Sache.“ Damals zog der Musiker in den Süden Londons und arbeitete weiter an seiner Musik. Bis zu seinem Tod lebte er zwangsweise in England.

Einige Fans, die sich mit der Geschichte des Musikers auskennen, werfen Joe Biden nun vor, sich mit seiner Musikwahl bei HipHop-Hörer*innen anbiedern zu wollen, ohne zu wissen, wer MF DOOM eigentlich sei. Hier seht Ihr einige der Reaktionen auf Twitter.

Neben MF DOOM tauchen noch weitere HipHop-Artists in Joe Bidens Playlist auf. So sind dort unter anderem Songs von Kendrick Lamar, Mac Miller und A Tribe Called Quest zu finden.


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