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Neuer Kinostart von Christopher Nolans „Tenet“ könnte Kettenreaktion auslösen

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Wird der Kinostart eines Filmes verschoben, könnte dies gewaltige Auswirkungen auf weitere Starttermine und damit auf die gesamte Filmindustrie haben – was dramatisch klingt, ist in der Coronakrise ein echtes Thema. Bei dem Film, der im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion steht, handelt es sich um den neuen Streifen von „Inception“- und „Interstellar“-Regisseur Christopher Nolan. Am 16. Juli 2020 sollte sein neues Werk „Tenet“ ursprünglich in die Kinos kommen – doch ob dieser Termin aufgrund der Coronavirus-Pandemie nach wie vor haltbar ist, ist unklar. Aufgrund der immensen Produktionskosten des Films müssten bis zum Starttermin mindestens 80 Prozent aller Kinos weltweit wieder geöffnet haben, damit sich der Blockbuster rentieren würde, heißt es in einem Bericht von dem US-Online-Portal „Deadline“. Sollte dies nicht umsetzbar sein, muss der Kinostart von „Tenet“ verschoben werden – was eine Kettenreaktion nach sich ziehen würde.

Alleine bei Warner würde die Verzögerung in einer Misere enden: Zwar könnte „Tenet“ den Ersatz-Termin vom 13. August 2020 wählen, dieser ist allerdings der festgelegte Starttag von „Wonder Woman 1984“. Um bei der Fortsetzung von „Wonder Woman“ genügend Geld einspielen zu können, müsste also auch hier ein anderes Release-Date gewählt werden. Dies wäre an sich im Dezember 2020 möglich, doch würde sich dies wiederum auf den Kinostart von Denis Villeneuves Sci-Fi-Werk „Dune“ auswirken. Die Romanverfilmung müsste also in das kommende Jahr 2021 verschoben werden, um sich zu rechnen. Auch Filme außerdem des Warner-Kosmos würde die Verzögerung nachhaltig betreffen: Laut „Deadline“ orientieren sich aktuell viele Filmstudios an „Tenet“. Sollte Christopher Nolans neuer Film dem Termin nicht einhalten können, würde Disney wahrscheinlich auch durchgreifen und „Mulan“ (offizieller neuer Kinostart: 23. Juli 2020) ein weiteres Mal verschieben.

Laut Christopher Nolan handelt es sich bei „Tenet“ um seinen bisher „ehrgeizigsten Film“ – eine bedeutende Aussage, wenn man die Vielschichtigkeit von ehemaligen Werken wie „Inception“, „Memento“ oder „Interstellar“ in Betracht zieht. Laut der Film-News-Website „Collider“ soll der neue Blockbuster des renommierten Regisseurs ganze 225 Millionen Dollar gekostet haben – exklusive des neunstelligen Marketingbudgets. Der Film wird Robert Pattinson und John David Washington in den Hauptrollen zeigen, ein erster Trailer suggeriert, dass er sich ganz nach Nolan-Art um Vorwärts- und Rückwärtslaufen der Zeit sowie aber auch die Verhinderung des Dritten Weltkriegs drehen wird.



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