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Dead Cross Dead Cross

Ipecac/PIAS/Rough Trade (VÖ: 4.8.)

von

Mike Patton kann. Nicht nur bei Faith No More, wo ihm die meisten Menschen immer gerne folgen. Sondern auch und im Grunde viel eher noch in seitlich gelagerten Projekten wie den unterschätzten Tomahawk, den noch unterschätzteren Mr. Bungle und den allerunterschätztesten NAKED CITY (mit John Zorn). Dass er sich im Alter von bald 50 Jahren aufraffen und an die brutal abseitigen Meisterwerke seines Schaffens anknüpfen würde, war nach den jüngsten Erfolgen seiner Hauptgruppe nicht mehr zu erwarten. Es war eigentlich gar nicht mehr zu erwarten.

Was es brauchte, war eine zweite Legende. Ähnlich hungrig, ähnlich virtuos, mindestens ebenso wahnsinnig. Es brauchte also Dave Lombardo, den langjährigen Schlagzeuger von Slayer, mit dem Patton schon bei Fantômas gearbeitet hat – einem weiteren „Projekt“. Dead Cross allerdings wirkt wie eine Vereinigung aus Nitro und Glycerin. Das Album ist so kompromisslos und hart und aggressiv, dass es beinahe schon komisch klingt, wie Patton kreischen und quietschen muss, will er das von Lombardo vorgegebene Tempo halten. DEAD CROSS ist so lang wie REIGN IN BLOOD von Slayer, mit simpleren Texturen, aber angetrieben von der gleichen Energie. Kein Album, eine Eruption.

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