Mike Patton & Jean-Claude Vannier Corpse Flower


Ipecac/Rough Trade (VÖ: 13.9.)

Da haben sich zwei gefunden: Jean-Claude Vannier, 76-jähriger Komponist, Produzent, Arrangeur und Musiker aus Frankreich und Mike Patton, 25 Jahre jüngerer Sänger, Multiinstrumentalist, (Filmmusik-)Komponist, Labelbesitzer und ganz großer Bescheidwisser in musikalischen Fragen, der erst nach dem (ersten) Ende seiner bekanntesten Band Faith No More gezeigt hat, welche Fähigkeiten in ihm stecken. Wir nennen nur ein paar seiner Projekte, Fantômas, Tomahawk, Peeping Tom, und sein Soloalbum MONDO CANE (2010), um Pattons stilistischen Wahnsinn zwischen Alternative Metal, Avantgarde, Prog, Freejazz, Elektronik und Italo-Pop zu umreißen.

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Jean-Claude Vannier darf als der französische Mike Patton der 70er-Jahre bezeichnet werden. Wenn’s um ihn geht, wird gerne sein Arrangement und die Orchesterarbeit auf Serge Gainsbourgs Klassiker HISTOIRE DE MELODY NELSON angeführt, dabei hat Vannier Dutzende Filmmusiken und Soloalben veröffentlicht, von denen schon das erste, das Meisterwerk L’ENFANT ASSASSIN DES MOUCHES aus dem Jahr 1972, Standards setzte als stilistische Achterbahnfahrt zwischen Musique concrète, Psych Rock, Avantgarde, Pop, Novelty Music, Orchesterpomp und orientalischem Flavour.

Auf CORPSE FLOWER bündelt sich nun die Kunst dieser beiden starken Individualisten zu etwas, das noch größer ist, als sie selbst. Wir hören das, was man im Frankreich der 70er-Jahre unter Rockmusik verstanden hat, Songs aus nie gedrehten Filmen („Chansons d’Amour“), butterweiche Streicherarrangements, gezielt gesetzte Dissonanzen, dezentes Crooning, manchmal erzeugt das ein Gefühl wie bei den frühen Belle & Sebastian. Dazu setzt Mike Patton als Sänger die ganze Palette seiner Sechs-Oktaven-Stimme ein.

CORPSE FLOWER im Stream hören:

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