Sexueller Missbrauch: „Doctor Strange“-Schauspielerin Zara Phythian und Ehemann verurteilt

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Die Schauspielerin Zara Phythian, zuletzt unter anderem in dem Marvel-Film „Doctor Strange“ (2016) zu sehen, wurde von einem englischen Gericht des sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen für schuldig gesprochen. Zusammen mit ihrem Ehemann Victor Marke soll sie zwischen 2005 und 2008 ein minderjähriges Mädchen sexuell missbraucht haben. Das Mädchen, das zu Beginn der Übergriffe 13 Jahre alt gewesen sein soll, ist inzwischen erwachsen und hat die Vorwürfe publik gemacht.

Zara Phythian und ihr Ehemann arbeiteten damals als Kampfsportlehrer. Das Mädchen war trotz ihres jungen Alters eine aufstrebende Martial-Arts-Kämpferin, Stuntfrau und Schauspielerin. Ihrer Aussage zufolge, hat das Schauspiel-Paar ihr zunächst, um sie gefügig zu machen, Alkohol gegeben und sie anschließend missbraucht. So habe Phythian von ihr verlangt, ihren Ehemann Marke oral zu befriedigen und sie anschließend zum Sex aufgefordert. Das Opfer sagte bei der Polizei aus: „Ich wusste, dass es falsch war, aber ich wusste einfach nicht, wie ich mich aus der Situation befreien oder etwas sagen sollte.“

„Doctor Strange“-Schauspielerin Zara Phythian für schuldig befunden

Des Weiteren sagte die Betroffene, dass Marke ihr gedroht habe, ihre Kniescheiben zu zertrümmern, wenn sie jemandem von dem Missbrauch erzähle. Außerdem berichtete sie von seinen Manipulationsmethoden: „Er sagte, dass mir sowieso niemand glauben würde, wenn ich es erzähle. Deshalb hatten sie immer eine Macht über mich. Sie sahen meine Schwäche und nutzten das aus. Außerdem sahen sie, dass meine Mutter Probleme hatte, und auch das nutzten sie aus.“ Die beiden hätten die Übergriffe zudem gefilmt.

Marke behauptete vor Gericht, dass es nur einen sexuellen Übergriff gegeben hätte, und dass seine Frau nicht involviert gewesen sein soll. Das Gericht sah das anders und verurteilte das Paar in 14 Fällen. Der Ehemann von Zara Phythian wurde darüber hinaus auch für den sexuellen Missbrauch einer 15-Jährigen in vier weiteren Fällen für schuldig befunden. Wie lange die beiden ins Gefängnis müssen, steht noch nicht fest. Auch nicht, ob beide Rechtsmittel einlegen werden, sobald das Strafmaß verkündet ist.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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