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David Hasselhoff rettet die Berliner Mauer so, wie er sie damals einriss

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David Hasselhoff kommt wieder nach Berlin. Auf Twitter erklärte der nicht mehr ganz taufrische Schauspieler und Sänger, dass er am 17. März um 14 Uhr an einer Protestkundgebung an der East Side Gallery teilnehmen, die Gunst der Stunde nutzen und eine Show spielen will. Und über die politische Macht seiner Musik weiß schließlich niemand besser Bescheid als Hasselhoff selbst.

„Planning on being in Berlin for the Save the Wall protest on the 17th at 2pm directly in front of the ESG. Come show your support with me!“, schrieb Hasselhoff auf Twitter. Der Huffington Post erklärte er: “I think the best way to do this is to fight capitalism with capitalism. If you get the whole world behind it, I’d be happy to come over and help and do what I can and do a concert. If you’re gonna fight money, you gotta fight money with money.”

Am 31. Dezember 1989 sang David Hasselhoff seinen damaligen Hit „Looking For Freedom“ an der bereits eingerissenen Berliner Mauer und war sich fortan sicher, damit maßgeblich zu deren Fall beigetragen zu haben. Jetzt will Hasselhoff gegen den Abriss der Berliner Mauer protestieren. Dass nicht die gesamten Mauerreste, sondern nur ein kleines Teilstück aus dem Denkmal an der Spree zwischen Kreuzberg und Friedrichshain – und das im aktuellen Fall nicht aus Geschichtsvergessenheit, sondern zwecks Wiederaufbau der Brommy-Brücke, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde – abgerissen wird, scheint Hasselhoff überlesen zu haben. Den Gegnern des Projekts „Media Spree“ – einem Stadtentwicklungsplan, der vorsah, das gesamte Spreeufer zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof zu bebauen – verhilft er so zu ebenso fragwürdigem Ruhm wie sich selbst.

Die Berliner East Side Gallery bildet das längste zusammenstehende Teilstück der ehemaligen Berliner Mauer, die die Stadt zwischen 1961 und 1989 in Ost und West trennte.

In den achtziger und neunziger Jahren wurde David Hasselhoff in der Rolle des Michael Knight in der TV-Sendung „Knight Rider“, danach als Rettungsschwimmer Mitch Buchannon in „Baywatch“ berühmt. Seine Songs wollte außerhalb Deutschlands kaum jemand hören. Zuletzt machte Hasselhoff vor allen Dingen durch seine Alkoholsucht und aufgetauchte Videos von sich reden, in denen er betrunken einen Burger aß (oder es versuchte). Seine Biografie erschien 2006.

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