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Wegen Gesetz gegen Homosexuelle – Disney droht dem US-Staat Georgia mit Boykott

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Der US-Bundesstaat Georgia ist in den vergangenen Jahren zu einem lukrativen Standort für große Filmproduktionen geworden. Steuervergünstigungen und die Pinewood-Studios in Atlanta haben zuletzt viele große Projekte angelockt. Zuletzt „Ant-Man“, die „Tribute von Panem“ oder „Captain America: Civil War“. Auf der eigenen Website rühmt sich der Standort damit, zu den fünf Top-Adressen der USA zu gehören. Doch das könnte sich bald ändern.

Diverse Großkonzerne aus der Filmindustrie, darunter der Sender AMC („The Walking Dead“) und Viacom, drohen dem Bundesstaat aktuell damit, zukünftig nicht mehr dort zu drehen. Der Grund: In Georgia wird derzeit ein Gesetzesentwurf geprüft, der die Rechte von Homosexuellen stark einschränken könnte. Laut offizieller Beschreibung soll das Gesetz lediglich die Religionsfreiheit in Georgia schützen. In der Praxis würden glaubensbasierte Vereinigungen allerdings die Möglichkeit haben, homosexuellen Bürgern ihre Dienste oder zum Beispiel Mitgliedschaften zu verweigern.


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Menschenrechtsaktivisten haben in den vergangenen Tagen Unternehmen dazu aufgerufen, Druck auf den Staat Georgia beziehungsweise den republikanischen Gouverneur Nathan Deal auszuüben. Und die in Georgia aktiven Filmstudios ziehen mit –allen voran Disney, die gemeinsam mit Marvel in Atlanta drehen, drohen nun mit Boykott: „Disney und Marvel sind Unternehmen, die sich der Inklusion verpflichten. Trotz großartiger Erfahrungen, die wir mit dem Dreh in Georgia gemacht haben, werden wir mit unserem Geschäft weiterziehen, sollte irgendein Entwurf, der Diskriminierung fördert, in diesem Staat zum Gesetz werden“, teilte ein Pressesprecher mit.

Sollten die Filmproduktionen aus dem Staat abziehen, gingen Georgia jährlich Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe verloren. Ob es so weit kommt, ist noch offen. Gouverneur Deal hat nicht durchblicken lassen, ob er das Gesetz unterschreibt oder ein Veto dagegen einlegt.

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Kommentare
  • g b

    Das hat nichts mehr mit Freiheit, Demokratie und laissez-vivre zu tun. Das Gesetz wollte Rechtssicherheit schaffen , das im religiösen Bereich , sofern er unter sich bleibt und keine Schaden anderen dadurch zufügt, seine Glaubensgrundsätze intern praktiziern kann.Ein äußerer gesellschaftl. Druck ist natürlich geboten bei Körperverstümmelungen wie der Beschneidung von Frauen. Ein Tabu-Thema scheint die Beschneidung von musl. und jüdischen Kindern zu sein. Das Schächten des unbetäubten Tieres ebenso.
    Jetzt aber Priester und Imane dazu zu zwingen gegen Ihre eigene Überzeugung Lithurgien und Riten abzuhalten ist grotesk. Wo ist der Gedanke von Angebot und Nachfrage. Wo ist der Gedanke des freien Marktes da. Gibt es gerade in den USA nicht eine Vielzahl von Gemeinden von X-Konfessionen die damit gar kein Problem haben?

    Aber wer tief gräbt , die Personen die dahinter die Meinungsführerschaft unternommen haben und analysiert, wird kapieren das die LGBT-Menschen hier auch nur als Mittel zum Zweck dienen.

    Zeit das Orwellsche Gesinnungsministerium sich noch mal vor Augen zu halten.
    Der nächste Schritt ist die Vorgabe was wir zu wählen haben. Kommunismus halt.