11 Fakten über Moby


1 Moby heißt eigentlich Richard Melville Hall. Sein Ur-Ur-Großonkel war Herman Melville, Autor des Romanklassikers „Moby Dick“. Richards Mitschülern blieb diese Tatsache nicht lange verborgen, sie nannten den jungen Richard deshalb stets Moby. Der Adressat hatte keine Probleme damit, er blieb bei dem Kosenamen und machte daraus eine der führenden Marken der Musikunterhaltungsbranche.

2 Er hat als Künstler noch weitere Pseudonyme. Das bekannteste ist Voodoo Child. Unter diesem Namen hat er zwei Alben und mehrere Singles mit meist instrumentalem Ambient-Techno aufgenommen ein extremer Gegenpol zu dem, wofür der Name Moby früher stand: Seine Single „Thousand“ fand 1993 mit fast 1.000 bpm als bis dato schnellster Song Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

3 Der ausgewiesene Elektronikverfechter kommt eigentlich vom Hardcorepunk. In seiner Jugend hat er circa 20 Konzerte von Black Flag und Minor Threat live erlebt. Moby war von der Energie dieser Bands schwer beeindruckt. Sie inspirierten ihn später auch zu dem Album anim al rights. Mit Nu Metal konnte er dagegen nie etwas anfangen. Für ihn ist das „Rock für Vergewaltiger oder testosterongeschwängerte Musik für Männer, die irgendwann ihre Frauen schlagen „.

4 Moby ist überzeugter und strenger Veganer. Auf t Tournee isst er regelmäßig gedünsteten Broccoli mit Ingwer, gebackenes Tempeh und braunen Reis. Zu Hause in New York führt er gemeinsam mit seiner ehemaligen Freundin Kelly Tisdale ein kleines vegetarisches Cafe, das „Teany“ heißt und neben vegetarischen Sandwiches eine Reihe von Teegetränken ang bietet. Moby und Tisdale haben auch ein Buch mit Rezepten, Ratschlägen und Anekdoten herausgegeben.

5 Er schläft mit Tieren. Moby unterstützt Organisationen wie die „Humane Gesellschaft der Vereinigten Staaten“ (www.hsus.org.farm). Regelmäßig besucht er Tierasyle und verbringt dort Nächte umgeben von Tieren. „Ich fordere alle Menschen auf, das zu tun. Wenn sie einer sechs Monate alten Kuh in die Augen schauen, das Tier streicheln, es mit anderen Tieren weiden sehen und dann glauben, da laufe ihr Essen, weiß ich wirklich nicht, was ich sagen soll.“

6 Er ist ein Internetjunkie. Durchschnittlich vier Stunden pro Tag sitzt Moby vor dem Computer, beantwortet bis zu 400 E -Mails und aktualisiert sein Blog-„Journal“. Kaum ein anderer Popmusiker gestattet auf diesem (oder einem anderen) Weg einen derart tiefen und ausführlichen Einblick in seinen privaten und beruflichen Alltag wie er. Vor diesem Hintergrund versteht sich von selbst, dass er gegen Pläne des US-Kongresses ist, nach denen es Providern ermöglicht werden soll, den Internet verkehr zu kontrollieren. Er unterstützt die Initiative „Save The Internet“. Ein witziger Kurzfilm dazu ist unter www.savetb.einternet.com/moby zu sehen.

7 Er legt auf, aber selten, zuletzt Ende September auf dem Ultra-Festival im New Yorker Central Park. „Es kann ganz schön peinlich sein, neben DJ-Profis wie John Digweedoderz Many DJs aufzulegen „, sagt er. Als Mann der alten Schule spielt er am liebsten Vinyl. Von CD-Mixern und der mp3-DJ-Software „Final Scratch“ verstehe er nichts. „Wenn ich Vinylspiele, schauen mich die Leute an, als wollte ich ein Variete mit Paternoster und Parkplatz für Pferde eröffnen. Aber ich fasse nun mal gerne schwarze Platten an.“

8 Er hatte mal Stress mit Eminem. Bei der Grammyverleihung 2001 bezeichnete er den Rapper als „Frauen- und Schwulenfeind, Rassisten und Antisemiten“. Eminem nannte ihn daraufhin in „Without Me“ eine „26-jährige glatzköpfige Schwuchtel“ und behauptete: „Niemand hört Techno.“ Die Sache war erledigt, als Moby den Kollegen für dessen Anti-Bush-Video zu „Mosh“ ausdrücklich lobte.

9 Er ist stolz, ein New Yorker zu sein. Besonders gefällt ihm an seiner Stadt, dass im Big Apple „jedes Land der Welt „vertreten ist und die verschiedenen ethnischen Gruppen einander größtenteils „mit Respekt und Anstand begegnen“. Am 1. Mai dieses Jahres hat er an einem „Marsch für Immigration“ teilgenommen. Sein Best Of-Album enthält ein Duett mit Debbie Harry, das den Titel „New York, New York“ trägt eine Hymne an das ausschweifende Leben der Stadt.

10 Zu schärfsten Gegnern von USA Präsident Bush in der Popmusik und nutzt jede Gelegenheit, um sich öffentlich über ihn zu echauffieren. Fast jeder dritte Eintrag in seinem „Journal“ handelt von Bush. Neben dem Irakkrieg geißelt Moby vor allem das Ende der Stammzellenforschung, die Kürzung der Mittel für alternative Energien, die konservative Einstellung zur Homosexuellenehe und die Subventionierung bestimmter Industriezweige (Öl, Kohle, Tabak). Er liebt lange und ausgiebige Waldspaziergänge in der Umgebung seiner Heimatstadt. „Wälder sind etwas Großartiges. Besonders gefällt mir an ihnen, dass sie sich überhaupt nicht darum scheren, ob man als Mensch da ist oder nicht. Sie betteln nicht darum, dass man ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Aus diesem Grund haben Wälder eine unglaublich beruhigende Wirkung.“