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7 Dinge, die wir auf der #rpTEN gelernt haben

5. Die digitale Avantgarde versteht Snapchat nicht – und macht sich anstrengend selbstironisch darüber lustig

Es war der Running-Gag der rpTEN: Die Netzgemeinde versteht Snapchat nicht. Eine ganze Session wurde veranstaltet, in der ein Teenager die Plattform erklärte – nur um endlich aus dieser Black Box namens Snapchat schlau zu werden. Und selbst der jugendliche Snapchat-Erklärer sagte: „Erwachsene: Bitte benutzt Snapchat nicht.“ Nun ist an an dem Versuch, eine neues soziales Netzwerk für sich zu erschließen, wenig auszusetzen – nur war der Grad an Selbstironie und Selbstreferenz bereits nach dem ersten Tag einfach nur noch anstrengend und der Witz auserzählt. Wir haben es verstanden – die re:publica versteht Snapchat nicht.

Dann lieber auf den Internet-Häuptling Sascha Lobo hören…

6. Der Lobo hat wieder gepredigt

… und endlich machen. (Snapchat-Musterschüler Richard Gutjahr und Thomas Knuewer natürlich ausgenommen.) Lobo schloss an seine Rede von vor zwei Jahren an und rief das „Age Of Trotzdem“ aus. Es brauche mehr Gesellschaftsoptimismus und mehr Willen Dinge „trotzdem“ durchzuziehen. Re:publica Stammgast Gunter Dueck stieß in diesselbe Kerbe und forderte weniger KickOff-Meetings und mehr wollen anstatt müssen.
Die Message war klar: Die Netzgemeinde rede zu viel und mache zu wenig.

Lobo lieferte allerdings selbst nur einen gefühlten Remix seiner Rede von 2014 – nur trotziger: Die Lage sei so mittel und wenn die Netzgemeinde nicht handle, dann drohte er ironisch mit der Veröffentlichung von für die Galions-Figuren der deutschen Netzgemeinde peinlichen Fotos. Bester Satz: iTunes sei eine von bekifften Millionärsdesignern ausgedachtes Stück Software.

7. Die re:publica ist Mainstream geworden – und das ist okay

Dieses Jahr ging es auf der re:publica auch um Selbstfindung. Während man sich selbst noch vor ein paar Jahren als Klassentreffen der Blogger identifizierte, wurde in den letzten Jahren klar: Diese Bezeichung wird dieser Konferenz nicht mehr gerecht. Die re:publica ist eine Mainstream-Konferenz geworden und auch wenn ihr Kern erhalten geblieben ist, ist sie in ihrem zehnten Jahr eine Diskursplattform für Themen weit über das Netz hinaus – und das ist auch gut so.



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