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Halbe Milliarde für Songs: Die spektakulärsten Musikkatalog-Deals

Queen kassierte 1,27 Milliarden, Dylan über 400 Millionen: Die spektakulärsten Musikkatalog-Verkäufe und wer den größten Jackpot einstrich.

In den letzten Jahren haben viele bekannte Musiker:innen ihre Kataloge verkauft und damit erhebliche Summen erzielt. Von Justin Bieber über Bruce Springsteen bis zu Queen: Songs, Alben und Publishing-Rechte wechseln den Besitzer.

Diese Deals zeigen, dass Hits nicht nur Herzen, sondern auch Konten füllen können.

1. Bob Dylan – ca. 300–400 Millionen US-Dollar (2020)

Dylan verkaufte 2020 seinen gesamten Songwriting-Katalog an Universal Music Publishing. Anschließend verkaufte er Berichten zufolge 2022 seine Master-Rechte an Sony. Damit kommen zusätzlich geschätzte 150–200 Millionen US-Dollar hinzu.

2. Pink Floyd – ca. 400 Millionen US-Dollar (2020)

Sony Music übernahm die Rechte an Pink Floyds Musikkatalog. „The Dark Side of the Moon“ zählt mit fast 1.000 Wochen in den US-Charts zu den langlebigsten Alben der Musikgeschichte. Der Deal beinhaltete zusätzlich die Rechte an Pink Floyds visuell ikonischen Album-Covern, jedoch nicht die Songwriting-Publikationsrechte.

3. Bruce Springsteen – ca. 500 Millionen US-Dollar (2021/2022)

Bruce Springsteen verkaufte ebenfalls seine kompletten Musik- und Verlagsrechte an Sony Music.

4. Britney Spears – ca. 200 Millionen US-Dollar (2025)

Erst kürzlich hat Britney Spears ihr gesamtes Musik- und Verlagsrechte-Portfolio an den Musikverlag Primary Wave verkauft. Der Deal wurde am 30. Dezember 2025 abgeschlossen. Branchenkreise schätzen den Wert auf etwa 200 Millionen US-Dollar. Seit dem Ende ihrer Vormundschaft im Jahr 2021 hatte Spears nur wenige musikalische Aktivitäten unternommen; der Verkauf stellt daher einen wichtigen Schritt in der Verwaltung ihres Musikvermögens dar.

5. KISS – über 300 Millionen US-Dollar (2021)

Die Band KISS verkaufte 2021 nicht nur ihre Musik, sondern auch ihren Markennamen und die IP-Rechte an Pophouse Entertainment Group. Der Deal enthält ein umfassendes Entertainment-Paket: Merchandising, Markenrechte und mögliche Filmprojekte.

6. Sting – 300 Millionen US-Dollar (2022)

Sting verkaufte 2022 seinen gesamten Songwriting-Katalog, inklusive seiner Werke mit The Police, an Universal Music Publishing Group. Besonders „Every Breath You Take“ gilt als einer der lukrativsten Songs der Popgeschichte und generiert seit Jahrzehnten kontinuierliche Streaming- und Lizenzumsätze. Der Deal umfasste die Publishing-Rechte, nicht jedoch die Masteraufnahmen.

7. Phil Collins / Genesis – ca. 300 Millionen US-Dollar (2022)

Phil Collins und die Band Genesis verkauften ihren Katalog an Concord Music Group. Der Deal umfasst sowohl Pop- als auch Prog-Rock-Hits – selten, dass ein Katalog beides in einem Paket enthält.

8. Justin Bieber – ca. 200 Millionen US-Dollar (2023)

Hipgnosis Songs Capital erwarb Biebers Songkatalog inklusive Publishing-, Aufführungs- und Tantiemen-Rechte aus dem Material bis Ende 2021 für etwa 200 Millionen US-Dollar. Die Masterrechte bleiben bei Universal.

9. Katy Perry – ca. 225 Millionen US-Dollar (2023)

Katy Perrys Katalog, bestehend aus fünf Alben und zahlreichen Hits wie „Firework“ oder auch „Teenage Dream“, wurde 2023 für etwa 225 Millionen US-Dollar verkauft. Die Käufer erhalten die Verlagsrechte, Universal behält die Masterrechte. Perry gehört damit zu den wenigen zeitgenössischen Popstars, deren Werke schon zu Lebzeiten so hohe Werte erzielen konnten.

10. Queen – ca. 1,27 Milliarden US-Dollar (2024)

Ihr Deal ist für eine Band der größte bekannte Musikkatalog-Deal aller Zeiten: Queen verkaufte 2024 ihren gesamten Musikkatalog an Sony Music Publishing. Das beinhaltete alle Songrechte, Masteraufnahmen und Publikationsrechte. Die Aufführungsrechte bleiben bei den Gründungsmitgliedern Brian May und Roger Taylor. „Bohemian Rhapsody“ brachte nach dem Biopic von 2018 einen massiven Streaming-Boost und stieg Jahrzehnte nach Veröffentlichung wieder in die Charts auf.