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Abrissparty beim Splash! 2015: K.I.Z., Marsimoto und A$AP-Mob sei Dank

Vielleicht war der ein oder andere bei Ankündigung des diesjährigen Line-ups vor einigen Monaten etwas überrascht, dass nach Outkast, M.I.A. und Wiz Khalifa im vergangenen Jahr zunächst nicht all zu viele große internationale Namen auf dem Spielplan für 2015 zu finden waren, aber die diesjährige Auswahl an Acts sollte größtenteils nicht enttäuschen – bis auf eine Ausnahme.

Der Freitag und damit der eigentliche Festival-Auftakt begann bei Sonnenschein mit dem wirklich großartigen Opener-Auftritt von Zugezogen Maskulin. Hätten die Splash-Booker vor Monaten geahnt, wie stark deren Debüt ALLES BRENNT werden würde, sie hätten wohl die Primetime für grim104 und Testo reserviert. So verausgabten sich eben schon am späten Nachmittag eingefleischte ZM-Jünger in exzessiven Moshpits zu „Oi!“ oder „Endlich wieder Krieg“. Das entspannte Gegenstück zum Auftritt von Zugezogen Maskulin boten im Anschluss die Rapper Chefket und MoTrip mit direkt hintereinander folgenden Auftritten.

Danach folgte ein Festival-Klassiker – nämlich die Abwägung, zu welchem Act man lieber gehen soll. Ein kleines Häufchen Fans entschied sich tatsächlich gegen die US-Legenden PRhyme und DJ Premier und damit für Money Boy samt seiner Glo Up Dinero-Gang. Bei Mbeezy, wie seine Homies ihn liebevoll nennen, war’s auf der SplashMag-Stage unter Fan-Gesichtspunkten angeblich „richtig Killer, nachdem die Glo Up-Kids aka Hustensaft Jüngling und Co., weg waren und der Boy alleine seine Hits performte“. Bei PRhyme setzte man stattdessen auf traditionellen Oldschool-Sound, samt alter Gangstarr-Samples und ein paar Perlen aus den ganz alten PRhyme-Tagen.

Highlight des Freitags: der wirklich fette, optisch sehr unterhaltsame von grünem Bengalo-Rauch begleitete Marsimoto-Auftritt abends um halb elf auf der Volcano-Stage. Über eine Stunde Green Splash pur, Hits wie „Grüner Samt“ und die noch am nächsten Tag anhaltende Diskussion unter Fans darüber, wie es gehen kann, dass Marteria (also Marten Laciny himself) und Marsimoto (in dem Fall ein Typ im Marsi-Kostüm) gleichzeitig zusammen auf einer Bühne stehen und einen Track rappen können. Verrückte Welt!



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