Highlight: Konzentration bitte! Diese Apps helfen Euch beim Fokussieren

Björk: CD-Release von „Biophilia“ wird auf den Oktober verschoben

„Biophilia“, sorgt für viel Aufmerksamkeit. Björk veröffentlicht erstmalig ein Album, das man sich als App herunterladen kann: die „Biophelia-App“. Eine Revolution, die sich kaum noch so anfühlt, da der Gedanke ja schon recht nahe liegt. Wer zu spät kommt, ist von gestern. Und der Zug der Pionierin ist abgefahren. Aufspringen werden in Zukunft aber vermutlich viele.

Aber auch, wenn man dem physischen Medium „CD“ in der Vergangenheit schmerzlich beim Sterben zusehen musste, ist das App-Format für Björk noch nicht der Tod der CD. Man wird das Album in den Händen halten dürfen – allerdings erst am 10. Oktober, anstatt wie angekündigt am 23. September.

Man kennt es ja von sich selbst – man sagt jemandem, dass man seine Aufgabe erledigt hat – und wenn sie dann kontrolliert werden solle, rudert man doch nochmal zurück. Einfach, weil sie doch noch Lücken aufweist. Oder man hat im letzten Moment wider Erwarten noch eine zündende Idee, wie man seine Aufgabe noch besser als gut hätte erledigen können. Meistens passiert das den Perfektionisten. Und Björk ist eine Perfektionistin.

So verhält es sich jetzt nämlich auch mit Björks Album „Biophilia“. Aus dem 23. September wird wie gesagt nichts. Es geht in ihrem Album um die Zusammenhänge zwischen Natur, Wissenschaft, Technik und Musik. Und damit Natur und Musik nicht untergehen bei dem ganzen App-Hype, versucht sie nun mit Hilfe einer sehr „organischen Metapher“ der runden Scheibe eine artgerechte Haltung beizumessen. Sie sagt auf ihrer Website: „After humongous and fun adventurous work with the app builders we handed in the music for the app box last May. I felt sonically it fitted that underworld of apps and virtual reality like a glove, kind of acoustic and clean with a slick dark sub but somehow the CD needed more blood and muscles, oxygen and stuff. I felt the album had different growth potential than the app box and it is important to follow those hunches even though they are slippery and you don’t know sometimes where they are taking you.“  Das App-Album bleibt also in seiner virtuellen Unterwelt verhaftet, wohingegen die CD nach Sauerstoff ringt und darauf wartet, dass ihr Leben eingehaucht wird. Björk fühlt sich jedenfalls dazu verpflichtet, die CD erneut an eine Art musikalisches Beatmungsgerät zu hängen.

Vor einigen Wochen stellte sie „Biophilia“ live in Manchaster vor, und da merkte sie, dass das Album doch noch nicht auf dem Zenit ihrer musikalischen Möglichkeiten angekommen ist, die sie für ihr neuntes Album eingeplant hatte. Während des Auftritts habe sie gemerkt, dass ihre Songs doch noch eine neue Richtung einschlagen würden und dass es wichtig sei, eine Live-Aufnahme auf dem Album zu haben. Welcher Song das sein wird, ist noch nicht bekannt. Eine befreundete Musikerin und ein talentierter Mischer gaben „Biophilia“ die Impulse, die es brauchte, bis es zumindest für Björk endlich „Mensch geworden“ ist: „My friend, the incredibly talented music maker Leila Arab, came to Iceland with no notice and added some sonic sculpting, especially to the bottom end and the great talented mastering engineer Mandy Parnell came over as well and helped me give the whole thing more warmth and flesh somehow. I am really happy I did this. Seems like ‚Biophilia‘ the album has a body.

Und dieser kleine „Biophilia-Selbstfindungstrip“ – auf dem „Biophilia“ ganz persönlich zum Leben erwacht ist, das aber nun ein bisschen später als geplant das Kokon der Schöpferin verlässt –  führt schließlich dazu, dass Fans sich noch ein bisschen gedulden müssen. Und was lange währt, wird dann endlich…gut oder nicht. Das darf man dann selbst entscheiden.

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