Böses „Heathen Child“

von

Variiert Nick Cave mit den Bad Seeds die Freude an bösen, düsteren und lauten Klängen oft noch mit einem eher getragenen, balladesken Ansatz (den er natürlich ebenso gut beherrscht), spielte er 2007 gemeinsam mit Langzeitgefährten Warren Ellis sowie Martyn P. Casey und Jim Sclavunos zum ersten Mal unter dem Namen Grinderman wilde Sau. Hier ging es scheppernd, garagig, sexuell aufgeladen, düster und ohne Gedichtblatt vor’m Mund zur Sache, was zu recht offensichtlichen Songs führte wie dem „No Pussy Blues“. Schon damals hatte man das Gefühl, Grinderman sei mehr als ein One-Off-Nebenprojekt. Ein Eindruck der passte. Am 10.09. erscheint nun „Grinderman 2“. Neun Songs (Tracklist siehe unten) voller Wolfsgeheul, im Kellerloch eingespielten Bassläufen, auf der Garage über besagtem Keller geschrubbten Gitarren, knochentrockenen Drums aus der Besenkammer und zwielichtigen Charakteren wie Mickey Mouse, dem Teufel höchstselbst, und einem Wurm-Bändiger. Alles beim Alten und somit beim Guten also. Das belegt auch, die nun veröffentlichte Single „Heathen Child“, die man hier hören kann:

Ab dem 11. Oktober warden Grinderman dann auch mal wieder auf deutschen Bühnen stehen. Und zwar hier:11.10. München, Muffathalle13.10. Leipzig, Haus Auensee14.10. Berlin, C-Halle15.10. Köln, E-Werk21.10. Hamburg, Dock dk – 02.08.2010


Die 100 besten Stimmen der Musikgeschichte
Weiterlesen