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„Dear Class of 2020“: Beyoncé, Lady Gaga & Barack Obama halten aufreibende Reden

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In den USA bleiben die pompösen Absolvent*innenpartys aufgrund der Corona-Beschränkungen dieses Jahr aus. Um allen nach ihrem Highschool- und College-Abschluss dennoch ein gutes Gefühl zu vermitteln, ging am Sonntag eine fünfstündige Online-Zeremonie via YouTube an den Start. Dabei hielten Beyoncé, Lada Gaga, Barack wie auch Michelle Obama, Alicia Keys, BTS und weitere Stars emotionale Reden.

Beyoncé nutzte ihre Zeit, um den Abschlussklassen für ihre „kollektive Stimme“ im Kampf gegen Rassendiskriminierung zu danken. Denn so hätten sie die Welt wissen lassen, „dass schwarze Leben wichtig sind“. Sie sagte außerdem: „Die Morde an George Floyd, Ahmaud Arbery, Breonna Taylor und so vielen anderen haben uns alle gebrochen. Das ganze Land hat nach Antworten gesucht.“ Die Sängerin sprach weiterhin über ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus sowie auch mit Sexismus in der Musikbusiness. Beyoncé erklärte, dass die Gründung einer eigenen Firma ihr half für mehr Gleichberechtigung zu sorgen: „Es hatten nicht genug schwarze Frauen Platz am Tisch. Also musste ich das Holz fällen und meinen eigenen Tisch bauen. Danach musste ich die Besten einladen, um dort Platz zu nehmen. Das bedeutete, Frauen, Außenseiter, Underdogs und Leute einzustellen, die übersehen wurden und darauf warteten, gesehen zu werden.“ Und: „Eines der Hauptziele meiner Kunst war es seit vielen Jahren, der Welt die Schönheit der Schwarzen, unsere Geschichte, unsere Tiefe und den Wert des schwarzen Lebens zu zeigen.“

Abschließend gab sie den Abgänger*innen mit auf den Weg, dass sie alles wären, „was die Welt zur Veränderung braucht.“ Sie sollten „Männlichkeit neu definieren“, sich „eine eigene Bühne bauen“ und niemals aufhören, sie selbst zu sein.

Schaut Euch hier die Ansprache komplett an:


zum Beitrag auf YouTube


Lady Gaga erwähnte zum Beginn ihrer Rede, dass ihre erste Version vor dem Tod von George Floyd aufgenommen wurde und sie sich für ein neues Video entschieden hätte, um ihren jetzigen Standpunkt klarzumachen. Sie verglich die amerikanische Gesellschaft mit einem Wald, der zwar mit rassistischem Samen bepflanzt wäre, aber in dem dennoch neues Grün sprießen würde: „In diesem Wald leben wir. Wir sind es. Es ist das Moral- und Wertesystem, das wir als Gesellschaft seit Jahrhunderten aufrechterhalten. Aber wir werden eingeladen, dieses System herauszufordern.“ Sie fuhr fort: „Ich glaube in meinem Herz, dass die Menschen, die diese Veränderung bewirken werden, diese Rede gerade hören. Sie sind die Samen, die zu einem neuen und anderen Wald heranwachsen werden, der viel schöner ist.“



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