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„Dear White People“: Netflix bekommt gerade einen Shitstorm von Rassisten

Der Film „Dear White People“ aus dem Jahr 2014 erhält eine Netflix-Neuauflage. Der Streaming-Dienst macht aus der Geschichte um eine schwarze Radiomoderatorin, die die Schüler eines vornehmlich von weißen Schülern besuchtes College über Rassismus und Toleranz aufklärt, allerdings eine Serie. Neben der Moderatorin Samantha verfolgt die Show noch weitere dunkelhäutige Studenten und ihren Alltag auf dem Campus. Die Serie startet am 28. April.

Die Serie soll Vorurteile abbauen und ganz offensiv für Toleranz werben – und zwar auf witzige, satirische Art und Weise. Der erste Trailer sowie das Startdatum auf Netflix wurden nun veröffentlicht und haben eine Kontroverse auf YouTube ausgelöst.

In dem Teaser-Trailer spricht sich Moderatorin Samantha gegen Blackfacing aus, was ziemlich nachvollziehbar ist. Allerdings kam die Ankündigung der Serie sowie der erste Clip bei vielen Zuschauern nicht besonders gut an: Auf YouTube hat der Clip 24.000 positive Bewertungen und 260.000 negative. Ein vernichtender Feldtest für die neue Show.

Kooperation

Zuletzt sorgte der Trailer zum „Ghostbusters“-Remake mit dermaßen schlechten Bewertungen für Aufsehen – damals hatten viele Fans des Originals etwas dagegen, dass Frauen nun die ursprünglich männlichen Figuren verkörpern. Dazu sah der Trailer zu „Ghostbusters“ aber auch schlichtweg furchtbar aus.

Bei „Dear White People“ finden sich nun etliche rassistische Kommentare. Dazu hat der ehemalige Buzzfeed-Autor Tim Treadstone, der mittlerweile den neuen amerikanischen Rechten angehört, medienwirksam sein Netflix-Abo gekündigt. Der irre Grund: Netflix strahlt eine Sendung aus, die den weißen Genozid verherrlichen würde. Der Tweet des Autors wurde tausendfach geteilt:

Bei dem rassistischen Tweet hat Tim Treadstone übrigens seine Mail-Adresse veröffentlicht, nun wurde er in tausende Mailing-Listen eingetragen. Allerdings ist er nicht der einzige, der nun mit dem Boykott von Netflix droht. Auf Twitter und YouTube finden sich mittlerweile viele ablehnende Kommentare, die es nicht wert sind, an dieser Stelle zitiert zu werden.


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