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Diese Popstars haben sich auch auf der Kinoleinwand bewiesen

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Der Kapitalismus hat die Welt zugrunde gerichtet. Wer sich nicht der Ausbeutung hingibt, stirbt mit 25. Nur durch hartes Schuften kann man sich zusätzliche Lebenszeit erkaufen. In diesem Hamsterrad steckt auch Will, gespielt von Sänger Justin Timberlake. Doch er hat genug, bricht aus und infiltriert die Zone der Reichen, die sich auf Kosten der armen Arbeiter*innen ein praktisch unendliches Leben gönnen. Dieses System will Will in „In Time” stürzen – der Film läuft am Dienstagabend um 20.15 Uhr auf RTL.

Hier geht es zum Trailer:

Für den Popstar Justin Timberlake ist dieser Film aus dem Jahr 2011 bereits der 14. Auftritt vor der Kamera. Zu den weiteren filmischen Meilensteinen in der Schauspielkarriere des Künstlers zählen – mit teilweise schwankender Qualität – unter anderem „The Social Network” (2010), „Runner Runner” (2013) und „Palmer” (2021). Oscarluft durfte Timberlake auch schon schnuppern – jedoch nur als Nominierter in der Kategorie „Bester Song” für „Can’t Stop the Feeling” aus dem Animationshit „Trolls” (2016).

Doch Justin Timberlake ist mit seinem Rollenwechsel vom Pop- zum Filmstar bei weitem nicht allein. Hier sind fünf weitere spannende Musiker*innen, die den Sprung auf die Kinoleinwand gewagt haben.

Lady Gaga: Ein Raketenstart sondergleichen

Einen absoluten Raketenstart ins Filmbusiness legte Sängerin Lady Gaga hin. Nachdem sie in Robert Rodriguez’ „Machete Kills” (2013) in einer kleinen Rolle schon mal vorsichtig die Zehen ins Hollywood-Wasser tauchte, sprang sie 2015 für die unter dem Titel „Hotel” laufende fünfte Staffel von „American Horror Story” furchtlos mit einem Kopfsprung ins Becken. In der Rolle der Countess erspielte sie sich direkt einen Golden Globe. Knapp drei Jahre später bewies die heute 34-Jährige, dass sie kein schauspielerisches One-Hit-Wonder ist und spielte in „A Star is Born” (2018) ebenbürtig an der Seite von Bradley Cooper eine junge Musikerin – und gewann ganz nebenbei noch mit ihrem Song „Shallows” den Oscar in der Kategorie „Beste Filmmusik”.

Mark Wahlberg: Von Marky Mark zum „All American Hero”

Wer heute den Namen Mark Wahlberg hört, denkt vermutlich zuerst an Blockbuster wie „The Departed” (2006), „Boston” (2016), „Deepwater Horizon” (2016) oder die zwei „Transformers”-Filme „Ära des Untergangs” (2014) und „The Last Knight” (2017). Aber Marky Mark, wie sich Wahlberg früher nannte, gehörte im zarten Alter von 13 Jahren zu den Gründungsmitgliedern der New Kids On The Block und wurde Anfang der 1990er mit seiner Hip-Hop-Gruppe Marky Mark and the Funky Bunch berühmt. Die erste Single der Band, „Good Vibrations”, schoss in den USA, Schweden und der Schweiz direkt auf Platz 1 der Charts und verbrachte außerdem 20 Wochen in den Billboard Hot 100. Der Durchbruch als Schauspieler gelang dem heute 49-Jährigen nach einer Handvoll Rollen schließlich 1997 als Pornostar Dirk Diggler in Paul Thomas Andersons Kultfilm „Boogie Nights”. Mit Musik hat Wahlberg mittlerweile nur noch wenig am Hut. Marky Mark tritt nur noch in Erscheinung, wenn jemand irgendwo „Good Vibrations” verwendet.

Mandy Moore: Vollgas auf zwei Spuren

Die eine Karriere zu Gunsten der anderen hinter sich zu lassen, ist offenbar nichts, das für Mandy Moore infrage kommt. Vor ziemlich genau einem Jahr veröffentlichte die 36-Jährige ihr mittlerweile siebtes Studioalbum SILVER LANDINGS. Sie bleibt damit bis heute der Kunst treu, mit der sie es 1999 und dem Release ihrer Debütsingle „Candy” erstmals ins Rampenlicht schaffte. Und das Business sah für die Sängerin keine Pause vor: nur zwei Jahre später landet nicht nur schon ihr drittes Album auf dem Markt, sie stieg auch ins Filmgeschäft ein – und zwar mit einer kleinen Sprechrolle in „Dr. Dolittle 2” und vor der Kamera als Anne Hathaways Gegenspielerin in „Plötzlich Prinzessin”. Doch die Kritiker*innen straften die Filme, in denen Moore auftauchte, größtenteils ab – bis zuletzt. Denn seit 2016 gehört sie zum Ensemble der preisgekrönten Dramaserie „This Is Us”. Für ihre Rolle heimste sie auch eine Golden-Globe-Nominierung ein.

Ludacris: Mit der Lizenz zum Gelddrucken

Spätestens mit seinem Track „Stand Up” (2003) hat sich Ludacris auch bei Nicht-Rapfans einen Namen gemacht. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte er sich schon über fünf Jahre hinweg in dieser Subkultur bewegt, stand bei Def Jam unter Vertrag und arbeitete mit Künstlern wie LL Cool J, Nate Dogg und Kanye West zusammen. Aktuell arbeitet er an seinem zehnten Studioalbum, ist der Musik also auch treu geblieben. Doch die sprichwörtliche Lizenz zum Gelddrucken sicherte er sich 2003 mit der Rolle als Tej Parker in „2 Fast 2 Furious”. Und mit Ausnahme von „Tokio Drift” und „Neues Modell. Originalteile.” warf er sich in allen anderen Teilen den Overall des Franchises des etwas ängstlichen Technikfreaks über. Und auch sonst blieb der heute 43-Jährige größtenteils dem Action-Genre treu, tauchte unter anderem an der Seite von Mark Wahlberg in „Max Payne” (2008) oder Guy Ritchies „Rock N Rolla” (2008) auf.

Rihanna: Filmpreise bringen keinen Spaß

 Millionen von verkauften Platten sprechen für das musikalische Talent von Rihanna. An der schauspielerischen Front hapert es jedoch noch etwas. Aber auf kritischen Erfolg scheint die 33-Jährige aktuell keinen sonderlich großen Wert zu legen. Vielmehr scheint es ihr vor allem um eins zu gehen: Spaß. Denn dass ihr ihre erste richtige Rolle in der Schiffeversenken-Verfilmung „Battleship” (2012) keine großen Filmpreise einbringen würde, sollte eigentlich auch ihr klar gewesen sein. Doch sie hat sich der abstrusen Prämisse des Films angenommen und schafft so gute Unterhaltung auf der Leinwand. Sechs Jahre später stieg sie in das Ensemble von „Ocean’s 8” (2018) und schlüpfte in die Rolle der Hackerin Nine Ball, bleibt dabei jedoch etwas hölzern. Dafür blühte sie in Hiro Murais „Guava Island” (2019) an der Seite von Donald Glover (Childish Gambino) umso mehr auf.

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