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Eltern des verstorbenen Anton Yelchin verklagen Automobilhersteller

Der Schauspieler Anton Yelchin kam am 19. Juni 2016 bei einem Unfall ums Leben. Sein auf einem Hang geparkter SUV Jeep Grand Cherokee rollte rückwärts auf ihn zu und quetschte ihn zwischen Garagentor und Auto ein. Er verstarb aufgrund der Verletzungen.Es wurde berichtet, dass Yelchin an den Folgen der stumpfen Gewalteinwirkung erstickt sei. Nun haben seine Eltern bei einem Gerichtshof Klage gegen den Automobilhersteller Fiat Chrysler eingereicht. Grund dafür sind Konzeptionsfehler bei der Gangschaltung des Fahrzeugs.

Bereits zuvor wurden über eine Millionen Fahrzeuge zurückgerufen, da sich schon zahlreiche Unfälle wegen dieses Fehlers ereigneten. Auch Yelchins Jeep gehörte dazu, genau wie Modelle des Dodge Chargers und Chryslers 300 die zwischen 2012 und 2014 angefertigt wurden. Das Unternehmen nannte als Grund für die Rückrufaktion, dass ein „fühlbares oder sichtbares Feedback, ob sich das Auto in der Parkeinstellung befindet, fehle“.

So sei es beispielsweise schlecht an der Gangschaltung erkennbar, ob sich die Fahrzeuge im Parkmodus oder im Leerlauf befinden. Das könnte Anton Yelchin („Star Trek“) das Leben gekostet haben. Gerichtsdokumente besagen, es habe eine „unverständliche Verzögerung“ beim Reparieren des „defekten“ Schaltknüppels gegeben. Außerdem verfügten die Autos nicht über eine eigentlich übliche Technologie, die beim Öffnen der Fahrertüre, oder fehlendem Druck im Pedalbereich, automatisch in den Parkmodus wechselt.

Kooperation

Doch nicht nur technische Mängel werden von den Eltern des Schauspielers angeprangert, auch menschlich ließ die Reaktion des Unternehmens stark zu wünschen übrig. So kritisiert der Anwalt der Yelchins, dass seitens Fiat Chrysler keinerlei Beileidsbekundungen gemacht wurden, sondern sofort Vorbereitungen für einen eventuellen Gerichtsstreit getroffen wurden. Der Automobilhersteller beeilte sich damit, hauseigene Experten einzuschalten, um den Schaden so klein wie möglich zu halten. Für den Anwalt Gary Dordick ein klarer Fall: „Die Yelchins sind der größte Albtraum des Unternehmens. Sie kämpfen nicht für Geld und lassen sich nicht abwimmeln.“

Dordick sagte weiter, dass „sie [Fiat Chrysler] nicht warten können bis jemand verletzt oder getötet wird, bevor sie das Richtige tun.“ Er hoffe, dass der Prozess eine Lehre für das Unternehmen darstellt. Die Eltern des Schauspielers bedankten sich bereits in der Vergangenheit für die starke Unterstützung der Fans und die vielen Beileidsbekundungen. Irina und Viktor Yelchin müssen nun dafür sorgen, das Vermögen ihres Sohnes zu verwalten, da er kein Testament hinterließ: sein Privatvermögen in Höhe von ca. 570.000 Euro, sowie sein Haus in Sherman Oaks im Wert von ungefähr 650.000 Euro. Wir werden sehen ob und wie viel Schadenersatz Fiat Chrysler bezahlen wird. In der Vergangenheit ereigneten sich bereits 121 Unfälle durch die missverständliche Gangschaltung, bei denen 41 Menschen verletzt wurden.


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