Harry Styles über Liam Paynes Tod: Warum Trauer öffentlich schwer ist
Harry Styles findet emotionale Worte zum Tod von Liam Payne und spricht über den Druck der öffentlichen Erwartungshaltung beim Trauern.
Harry Styles hat auf seiner Pressetour für sein neues Album „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“ auch über einen ehemaligen Bandkollegen und Freund von sich gesprochen – und sehr emotionale Worte gefunden.
One Direction und der Tod von Liam Payne
Konkret traf sich Styles mit Zane Lowe für Apple Music zum Interview – und sprach dabei zum ersten Mal öffentlich ausgiebig über den Tod von Liam Payne.
Payne und Styles waren gemeinsam mit Zayn Malik, Niall Horan und Louis Tomlinson Teil der Gruppe One Direction. Die Boygroup wurde 2010 in der britischen Castingshow „The X Factor“ gegründet und trennte sich 2016. Danach schlugen alle Mitglieder Solokarrieren ein.
Im Oktober 2024 dann der Schock: Payne stürzte vom Balkon im dritten Stock eines Hotels in Buenos Aires, Argentinien, in den Tod. Die Band veröffentlichte daraufhin ein gemeinsames Statement auf dem eigentlich schon stillgelegten One Direction Instagram-Account.
Auch die einzelnen Mitglieder meldeten sich bei ihren Fans. Damals schrieb Styles auf Instagram: „Seine größte Freude war es, andere Menschen glücklich zu machen, und es war eine Ehre, ihm dabei zur Seite zu stehen. Liam lebte sehr offen, trug sein Herz auf der Zunge und hatte eine Lebensenergie, die ansteckend war. Er war warmherzig, hilfsbereit und unglaublich liebevoll. Die Jahre, die wir zusammen verbracht haben, werden für immer zu den schönsten Jahren meines Lebens gehören. Ich werde ihn immer vermissen, mein lieber Freund.“
Während sich die anderen Mitglieder der Boyband bereits in den vergangenen Monaten erneut zu Wort meldeten, blieb von Styles ein weiteres Statement aus. Louis Tomlinson äußerte sich beispielsweise 2025 gegenüber dem UK-„Rolling Stone“ und betonte, dass das 15-jährige One-Direction-Jubiläum unangenehm sei, jetzt wo Liam Payne verstorben ist. Auch Zayn Malik zeigte seine Anteilnahme und widmete auf seiner Tour 2024 einen Song seinem ehemaligen Bandkollegen.
Über Trauer und die öffentliche Erwartungshaltung
Nun sprach auch der „Sign of the Times“-Interpret in seinem Interview mit Lowe über den Tod seines Freundes. Er erzählte, dass ihm der Umgang mit der Trauer schwerfiel, da er mit der öffentlichen Wahrnehmung seiner Trauer überfordert war – insbesondere weil Menschen von ihm eine bestimmte Art der Verarbeitung erwarteten. „Es gab eine Zeit nach seinem Tod, in der ich wirklich damit zu kämpfen hatte, zu akzeptieren, wie seltsam es ist, wenn Menschen gewissermaßen einen Teil deiner Trauer für sich beanspruchen“, so Harry Styles.
Im Interview äußerte sich der Brite auch noch einmal zu seiner Freundschaft mit Liam Payne und betonte, wie schwer es war, einen Freund zu verlieren – besonders einen, der ihm in vielerlei Hinsicht so ähnlich gewesen sei. „Jemand mit einem guten Herzen der einfach nur großartig sein wollte“, so Styles gegenüber Zane Lowe. Zugleich gab er zu, dass der Tod seines Bandkollegen ihm gezeigt habe, wie er sein eigenes Leben betrachtet und was er damit anfangen will.
Insgesamt fiel sein Statement recht kurz, aber deutlich emotional aus. Der britische Sänger musste oftmals schlucken und seine Worte bedacht wählen.
Verarbeitung mithilfe des neuen Albums?
Vielleicht hat er seine Emotionen auch in seinem neuen Album „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“ verarbeitet – das am 6. März 2026 erscheint.







