Noname: „Ich möchte nicht mehr für weiße Leute auf der Bühne tanzen“

Die US-amerikanische Rapperin Noname hat ihren Rückzug aus der Musikbranche verkündet. Grund für ihre Entscheidung soll die toxische Beziehung zwischen Musikern und ihren Fans sein.

„Um ehrlich zu sein, bin ich einfach nicht mehr mit dem Herzen dabei“, teilte sie in einem inzwischen gelöschten Tweet vom 28. Novembermit. „Die Beziehung zwischen ‚Künstler‘ und ‚Fan‘ ist so verdammt ungesund. Euch gefällt, was euch gefällt und ihr hasst, was ihr hasst. Ich möchte mich auf keiner der beiden Seiten befinden.“

Als Zeitpunkt ihres Ausstiegs aus der Musikindustrie nannte Noname zunächst die Veröffentlichung ihres für 2020 angekündigten Albums FACTORY BABY.  Inzwischen hat die Rapperin erklärt, dass sie nur noch vorhabe, ihre ausstehenden Konzerte zu spielen und sich danach fürs Erste zurückzuziehen. „Ich habe noch zwei Shows in meinem Terminkalender und danach werde ich musikmäßig chillen“, erklärte Noname, bevor sie fortfuhr, „wenn ihr es nicht aus eurer Wohnung schafft, kann ich das verstehen. Ich möchte nicht mehr für weiße Leute auf der Bühne tanzen.“

Weiterhin kritisierte sie: „Ich produziere durchgehend Content, der von einem überwiegend weißen Publikum konsumiert wird, das sich einen Scheiß um mich schert und niemals seinen Liberalismus in Frage stellen würde, weil es glaubt, dass es reicht, Lizzo zu mögen, um nicht als rassistisch bezeichnet zu werden.“

Auf die Frage eines Fans, ob nach Nonames 2018 erschienenen Album ROOM 25 nun musikalisch nichts mehr von ihr erwartet werden könne, antwortete die Musikern mit einem Thumbs-Up-Emoji.

Fatimah Nyeema Warner, wie Noname mit bürgerlichem Namen heißt, machte erstmals 2016 mit ihrem Mixtape TELEFONE von sich Reden. Der amerikanische „Rolling Stone“ lobte es als eines der „most thought-provoking hip-hop-records“ des Jahres. 2018 erschien ihr Debütalbum ROOM 25. Beim International Music Award in Berlin war Noname zuletzt in der Kategorie „Future“ nominiert.


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