Orban verlangt: „Regenbogen-Verbot bei EM akzeptieren!“

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Die UEFA stellte am Dienstag (22. Juni) unmissverständlich klar: Keine Allianz-Arena in Regenbogenfarben, um vor dem letzten Gruppenspiel der Nationalelf bei der EM in München ein Zeichen für Toleranz zu setzen.

 

Die symbolische Geste wäre auch eine deutliche Botschaft in Richtung Ungarn gewesen, das am Mittwoch (23. Juni) gegen die DFB-Elf spielt. Die Regierung von Viktor Orban wird seit langer Zeit für ihren Umgang mit Homosexuellen kritisiert. Zuletzt brachte sie ein Gesetz ins Parlament ein, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transgender in Ungarn stark einschränkt.

Erstrahlte auch schon früher in Regenbogenfarben: die Allianz-Arena in München

Medien: Orban kommt nicht nach München

Am Mittwoch wurde bekannt, dass Orban sich entschieden habe, seine geplante Reise nach München zu dem auch für Ungarn entscheidenden Spiel abzusagen. Dies wurde am Mittwochmorgen noch nicht offiziell bestätigt. In Deutschland regte sich starker Widerstand gegen die Entscheidung des Europäischen Fußballverbandes.

Gleichwohl äußerte sich Ungarns Ministerpräsident zu dem von der UEFA verhängten Regenbogen-Verbot: „Ob das Münchner Fußballstadion oder ein anderes europäisches Stadion in Regenbogenfarben leuchtet, ist keine staatliche Entscheidung“, sagte er der Deutschen Presseagentur. Er betonte, dass auch in Budapest „die Regenbogenfarben selbstverständlich zum Straßenbild“ dazugehörten.

Die UEFA verdeutlichte in einem Statement, dass sie „gemäß ihrer Satzung eine politisch und religiös neutrale Organisation“ sei. Mit Blick auf Münchens Wunsch verdeutlichte der Verband: „Angesichts des politischen Kontextes dieses speziellen Antrags – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen nationalen Parlaments abzielt – muss die Uefa diesen Antrag ablehnen.“

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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