Grandbrothers All The Unknown


City Slang/Rough Trade (VÖ: 15.1.)

von

Mit der Kombination aus impressionistischen Pianoklängen, elektronischer Verfremdung und dezenter Rhythmik produzierten die Grandbrothers bislang eine Art Erik-Satie-Schönklang für die Generation Elektro-Golf. Bei ALL THE UNKNOWN legt das schweizerisch- deutsche Duo aber eine Schippe drauf: Zum einen fallen die neuen Tracks im Schnitt deutlich perkussiver aus, zum anderen haben Erol Sarp und Lukas Vogel erfolgreich an der Dynamik gefeilt.

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Das eher minimalistische „Auberge“ mag noch als pastellenes Aquarell durchgehen, beim folgenden, expressiven „Organism“ wird die Farbe aber auch mal mehrschichtig und mit dickem Pinsel aufgetragen. Derlei Kontraste sind durchaus stimmig, ihr ausgeprägter, nahezu manischer Hang zum harmonischen Ostinato bleibt davon allerdings weitgehend unberührt und ihre romantische Ader haben die Grandbrothers ebenfalls nicht verödet.

Letzteres ist der allgemeinen Gefälligkeit gewiss zuträglich, doch lauert hier auch eine Gefahr: Wer nach einprägsamen oder gar erhebenden Musiksequenzen fahndet, um damit Werbeclips oder Naturdokus klanglich zu veredeln, wird auf ALL THE UNKNOWN garantiert fündig.

„ALL THE UNKOWN“ im Stream hören:


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