Nérija

Blume

Domino/GoodToGo (02.08.)

Klanggedichte und -Postmusiken, die bis zum Rock reichen: Ein reichhaltiges Jazz-Frühstück auf Midtempo.

Die Briten haben sich ein schönes Kompositum auf die Fahne geschrieben, wenn es um den neuen Jazz von ihrer Insel geht: Post-American.

Zu den Künstlern, die im Zusammenhang mit dieser Postmusik immer wieder genannt werden, zählt die Tenorsaxofonistin Nubya Garcia. Und es gibt Tracks hier, die man auch unter einem anderen „Post“-Kompositum einsortieren könnte: Postrock. Von Jazz-Beats ist auf BLUME manchmal nichts mehr zu hören. Nubya Garcia produziert mit ihrem Tenorsax wüst mäandernde, hin und wieder stille Klanggedichte, sie steht damit in einer Band mit drei weiteren Blasinstrumenten, einer Gitarre, einem Bass und einem Schlagzeug. Nérija umkreisen ihre Themen in vielen Schichten und komplexen Aufbauten, im Titelsong kann man on top einen sanft säuselnden Chor verorten, auf „Equanimous“ spielt die Band ein Swing-Thema in die Nähe von John McLaughlins Mahavishnu Orchestra.

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Die zehn Tracks wurden live in einem wohnzimmerartigen Studio mit wenigen Overdubs mit dem Produzenten Kwes aufgenommen. Herausgekommen ist dabei ein gut abgewogenes Pfund für das tägliche Jazz-Frühstück, reichhaltig, aber nie zu opulent. Der Jazz der Stunde für den neuen Tag.

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