Robag Wruhme  Venq Tolep 


Pampa/Rough Trade (VÖ: 7.6.)

Fast hätten wir den eigentlich viel zu schönen Künstlernamen Robag Wruhme schon vergessen gehabt, bis auf das technoide WUZZELBUD FF (2018) war von Gabor Schablitzki seit sieben Jahren nichts mehr im Albumformat erschienen. VENQ TOLEP kommt nun so federgewichtig daher, als hätte der Künstler hinter dem Namen sich aufgelöst, etwa in die Einzelteile der Beats, die er hier fast schwerelos in die Welt der Melodien schiebt.

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Die Stücke sind so etwas wie ein vorsommerlicher Bildergarten auf Bestellung, ein akustisches Säuseln, ein Schwirren und Rascheln, begleitet nur von Versatzstückchen der Stimme Lysann Zanders. Clubmusik hört sich anders an. Und doch nähert Robag Wruhme sich auch hier der Idee des Clubs, indem er die fernen Echos von Techno und Dancefloor benutzt, um sie skelettiert in einen Privatraum zu stellen. Irgendwann hat er die Beats fast ganz verloren, und man hätte es kaum gemerkt.

Dass diese konsequent verhuschte Musik zwischen Ambient und Electronica in einem Zeitraum von 2012 bis 2019 entstanden ist, hört man ihr nicht an. Sagt das jetzt etwas über die Entwicklung elektronischer Musik aus oder ist Robag Wruhme ein gebürtiger Ambient- Popper? 

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