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Ein Dokumentarfilm über das Spannungsfeld zwischen kulturellem Anspruch und Wirtschaftlichkeit in der Festivalindustrie

„Rock am Ring“ heißt auch 2015 „Rock am Ring“ – Marek Lieberberg gewinnt Rechtsstreit

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Marek Lieberberg darf den Festival-Titel „Rock am Ring“ weiterhin für sein Festival verwenden. So entschied das Oberlandesgericht Koblenz am Freitag in einem Urteil.

Das Oberlandesgericht Koblenz erklärt auf seiner Homepage: „Rechtsinhaber eines möglicherweise entstandenen Werktitelrechts hinsichtlich der Bezeichnung „Rock am Ring“ ist die Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co. KG. Der Nürburgring GmbH in Eigenverwaltung (i.E.) steht daher kein Anspruch gegen Marek Lieberberg und die Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co. KG auf Unterlassung der Ankündigung, Bewerbung oder Veranstaltung eines Konzertfestivals unter dem Titel „Rock am Ring“ zu.“

„Ich empfinde es als ein Stück Gerechtigkeit, das von mir erfundene Festival nunmehr unter seinem Namen an einem neuen Schauplatz weiterzuführen. Damit ist der Versuch einer Geschichtsklitterung zurückgewiesen worden!“, kommentiert Marek Lieberberg das Urteil in einer Stellungnahme zur Aufhebung der einstweiligen Verfügung.

Bereits am Mittwoch ließ das Oberlandesgericht vorsichtig durchklingen, dass es aufgrund einer neuen Beweislage einen begründeten Anspruch auf die Namensrechte gebe.

Im Juni hatte das Landgericht Koblenz entschieden, dass sowohl Lieberberg als auch der ehemalige Geschäftspartner, die Nürburgring GmbH, Anspruch auf den Namen „Rock am Ring“ hätten. So wurde dem Veranstalter untersagt, den Namen ohne Genehmigung weiter zu verwenden. In neu aufgetauchten Aussagen hatten der Ex-Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Friedhelm Demandt und Konzertveranstalter Matthias Hoffmann beide eidesstattlich versichert, dass Titel und Idee zu „Rock am Ring“ bei Lieberberg liegen und die Rechte damals der einstigen Veranstaltergruppe Mama Concerts zugesichert worden waren.

Auch eine E-Mail von Lieberbergs damaligem Partner, Musikveranstalter Marcel Avram, bestätigte Hoffmanns und Demandts Aussagen. Zum Prozess im Juni lagen diese Informationen noch nicht vor.

Zuletzt ging Marek Lieberberg in Berufung.

Lieberberg kündigte in einer Pressemitteilung am Freitag zudem an, in Kürze den Standort für „Rock am Ring“ vom 5. bis 7. Juni 2015 bekanntzugeben. Die Programmplanung sei bereits erheblich fortgeschritten. Als wahrscheinlich gilt, dass „Rock am Ring“ 2015 in Mönchengladbach stattfinden wird.

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